DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen
Verbrenner-Fahrer zahlen 20 Prozent drauf, Wasserstoff im Auto ist tot, und dein E-Auto könnte Geld verdienen, während es parkt. Klingt steil? Genau darum prüfen wir es.
DERMOBILIST ist der wöchentliche Podcast für alle, die bei der E-Mobilität, Elektroautos oder eMobility mitreden wollen, ohne Prediger-Sound und ohne Stammtisch-Mythen. Volker Fröse holt jede Woche Menschen ans Mikrofon, die es wissen müssen: Flottenmanager, Ingenieurinnen, Ladeinfrastruktur-Profis, Umsteiger und Skeptiker. Sachlich in der Sache, locker im Ton.
Neu hier? Starte mit «Machen wir die E-Mobilität kaputt?», «Golf schlägt Model S?» oder «Warum Wasserstoff im Auto einfach keinen Sinn macht».
Jeden Donnerstag neu. Mythen, News, Perspektiven.
DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen
Freundliche Hupe statt V8-Sound – die neuen Emotionen der E-Mobilität (#017)
E-Mobilität hat viele Gesichter – und nicht alle sind harmlos. In dieser Folge trifft Volker auf Dr. Wernher Brucks, Leiter Verkehrssicherheit der Stadt Zürich und Sozialpsychologe, der täglich mit den Schattenseiten der Elektrifizierung konfrontiert wird.
🔑 Key Takeaways:
- Elektrifizierung beschleunigt – E-Trottis und E-Bikes sind physikalisch gefährlicher als ihre muskelkraftbetriebenen Vorgänger: mehr Energie im System, schwerere Kollisionen
- Ein E-Trotty wurde in Zürich mit 112 km/h geblitzt – Manipulation (Frisieren) ist verbreitet und nicht immer illegal beim Kauf
- E-Autos und E-Supersportwagen bringen neue Raserfälle mit sich: Leistungen jenseits von 700 PS sind für Menschen ohne Assistenzsysteme schlicht unkontrollierbar
- E-City-Logistik ist ein Riesenpotenzial: kleine Elektrofahrzeuge ersetzen 40-Tonner in Innenstädten; die ETH Zürich entwickelt selbstfahrende E-Velos, die sich nachts selbst redistribuieren
- Assistenzsysteme für Mikromobilität kommen: Bosch ABS fürs Fahrrad existiert bereits; Sensoren, die Tramschienen erkennen, sind denkbar
📍 Timestamps:
- 00:00 – Intro & Vorstellung Dr. Wernher Brucks
- 03:30 – E-Trottinetts: Unfallwelle und Realitätscheck
- 09:00 – E-Bikes: Beschleunigung, Drehmoment, Raser im 30er-Bereich
- 17:00 – Führerausweis, Blitzer und warum E-Biker Ampeln ignorieren
- 23:00 – E-Supersportwagen und totaler Kontrollverlust bei 800 PS
- 28:30 – Leistungsbegrenzung für Fahranfänger: Diskussion in der Schweiz
- 32:00 – E-City-Logistik: Hub-and-Spoke mit kleinen Elektrofahrzeugen
- 36:30 – Lieferroboter in Zürich: Amazons neues Spielzeug
- 39:30 – Selbstfahrende Velos der ETH und die Stadt, die sich nachts neu ordnet
- 44:00 – Assistenzsysteme für Mikromobilität: ABS, Gyro, Tramschienen-Sensor
- 50:00 – Friendly Horn: Warum E-Autos ein freundliches Geräusch brauchen
- 56:00 – Outro & Verabschiedung
🎙️ Gast: Dr. Wernher Brucks – Leiter Verkehrssicherheit, Dienstabteilung Verkehr, Stadt Zürich; Sozial- und Verkehrspsychologe 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wbrucks/ 🌐 Stadt Zürich DAV: https://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/taz/verkehr.html
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Herzlich willkommen bei der Mobilist, dem Podcast für E-Mobility und Themen rund um die Mobilität von morgen. Mein Name ist Volker und ich begleite dich durch diese Folge. Lass uns loslegen. Die Elektromobilität hat ganz viele verschiedene Formen und Erscheinungsformen, verschiedene Ausprägungen und sie unterscheidet sich auch ganz maßgeblich, ob wir in der Stadt unterwegs sind oder auf dem Land. Und heute möchte ich mich unterhalten mit dem Werner Bruck von der Stadt Zürich. Werner, du stellt sich gleich noch kurz vor. Er ist man sieht auch diejenigen, die uns ein Bild sehen in Zürich aktiv. Er hat so ein schönes historisches Bild im Hintergrund. Und da ist schon die erste Form der Elektromobilität zu sehen, nämlich die Tram. Und wir haben uns in der Vorbesprechung so ein bisschen darüber unterhalten, dass wir uns mal die verschiedensten Formen der Elektromobilität anschauen wollen, insbesondere die, die in der Stadt vorkommen. Und jetzt ist es so, wir kennen uns eigentlich nicht von der Elektromobilität her, sondern aus dem Thema Verkehrssicherheit. Und das fand ich sehr spannend, das einmal mit in die Diskussion aufzunehmen. Ja, das ist so ein kleiner Tour de Tableau, was wir heute mal anschauen möchten. Werner, willst du dich mal vorstellen? Wer bist du?
SPEAKER_00Ja, hallo Fokka. Erstmal danke für die Einladung. Es hat mich sehr gefreut, dich nach vielen Jahren wieder mal von dir zu hören. Ich arbeite immer noch bei der Stadt, Zürich. Ich bin der Leiter der Verkehrssicherheit. Das heißt, dass ich zusammen mit meinem Team versuche, Mobilität in der ganzen Stadt sicher zu machen. Leute sollen von A nach B kommen, die 500.000, die hier leben, fast, und 500.000, die jeden Tag zu Besuch kommen. Zum Beispiel um arbeiten zu gehen oder auch aus privaten Gründen. Und das geht also los beim vierjährigen Kind, das zu Kindergarten läuft und endet bei dem, was du schon gesagt hast, bei Kram 75 Tonnen, die sich natürlich im Strafverkehr in die Quere kommen. Und als ich jetzt über dein Podcast nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass da ziemlich viel elektrisch dabei ist. Das war mir bisher eigentlich gar nicht so bewusst. Ich habe mich damit noch gar nicht auseinandergesetzt. Ich bin im Hintergrund her Sozialpsychologe. Das ist noch, finde ich, ganz wichtig zu wissen. Also auch etwas außergewöhnlich in der Verwaltung selbst. Ich habe Sozial- und Verkehrspsychologie studiert, die Verkehrssicherheit, immer so ein bisschen die Brille auch des Psychologen, also des männlichen Verhaltens, was halt eine große Rolle dabei spielt. Aber nicht nur. Also die technischen Systeme natürlich auch.
SPEAKER_01Du hast gerade angesprochen, die Trums, das ist sicher so mal die Urform der elektrischen Mobilität in der Stadt. Aber es hat sich relativ viel getan in den letzten Jahren. Da kamen einige Fahrzeuge dazu, einige, wo man auch den Kopf schüttelt. Und ich glaube, Zürich hat da auch ganz eigene Historien mit so E-Trottys und ähnlichen. Ich weiß gar nicht, wie sehr wir da drauf eingehen wollen. Aber erzähl mal, was hat sich so getan? Du hast gesagt, eben, es ist recht viel elektrisch mittlerweile. Was sind so deine Learnings so aus den letzten Jahren?
SPEAKER_00Ja, also Gesamtfazit ist aus meiner Sicht eines vorwegzunehmen. Wir haben ja Möglichkeiten, auf die Verkehrssicherheit so ein bisschen einzuwirken. Also wir können an der Infrastruktur arbeiten oder auch an Menschen durch Schulung oder auch durch Bestrafung zu bußen. Aber das Ganze ist halt immer auf dem Hintergrund von der Mobilität, also von der Exposition, wie sich Menschen bewegen und wie viel sie sich bewegen. Und das ist eigentlich ein Einfluss, den wir fast nicht wehren können. Und einen davon hast du genannt. Also was jetzt in den letzten acht Jahren in Zürich ganz prominent zieht, ist, ist bei der Mikromobilität eine Elektrifizierung stattgefunden hat. Und das sind Fahrzeuge, die man halt früher mit Körperkraft bewegt hat. Also zum Beispiel Protinet, also bei uns in der Schweiz. Protinet, in Deutschland heißen sie E-Scooter, sonst heißen sie E-Trottis. Und da rede ich jetzt nicht nur von den Leisystemen, also der bunten Trotti, die kennt man, weil sie von den Firmen verliehen werden, aber die gibt es ganz viel privates. Und ich würde sagen, für all diese Geräte ist, dass die Elektrifizierung eigentlich zu einer Beschleunigung geführt hat. Also da wäre man tendenziell etwas schneller, wenn man eine elektrische Unterstützung hat. Und das wiederum führt rein physikalisch einfach dazu, dass mehr Energie im System ist und bei Kollision dann auch mehr Schaden angerichtet wird. Und das gehen wir auch in den Unfallzahlen. Also als die E-Trottis auch gekommen sind, sind die Rasat nach oben, die Unfallzahlen, and haben sich dann so stabilisiert. Man darf es jetzt auch nicht verwechseln. Also es ist klar, je mehr Leute E-Trotty fahren, desto mehr passiert. Das ist eben nur die Exposition. Aber ich denke, und dazu haben wir uns jetzt auch ziemlich viel uns schlau gemacht, we have my tag nur zu dem Thema gemacht, dass das E-Trotti schon ein Fahrzeug ist, das PC eine gewisse Unfallneigung hat. Also wir haben auch Unfallmechaniker dazu schon befragt und die haben bestätigt, ja, die Sturzgefahr ist schon ziemlich hoch. Also die Räder sind klein, der Schwerpunkt, weil der Mensch steht, ist relativ hoch, die Rahmengeometrie ist etwas schlecht, weil man halt so gerade, also Vorderachse und Lenker sind praktisch auf der gleichen Höhe. Das ist zum Beispiel in einem Fahrrad oder bei einem Motorrad nicht so. Und das alles in Kombination führt eigentlich dazu, dass kleine Hindernisse, wie zum Beispiel Bordsteine oder Tramschienen, die führen eigentlich ziemlich schnell zum Sturz. Und das geht man dann in den Notfallstationen. Also es gibt da auch Notfallchirurgen, die darüber forschen. Diese Leute kommen dann in die Notfallstationen, Gesichtsverletzungen, weil sie einfach nach vorne geschutzt sind, im Gesicht auf den Asphalt geknallt sind. Und dass es sich auch um ein Gerät handelt, gerade wenn es ausgeliehen wird, dass sich Leute irgendmal abends ausleihen, wenn sie schon unterwegs waren, können dann die Hände nicht mehr so richtig Frost für sich halten. Und ja, das ist dann halt eben diese Verletzung, dass man mit dem Kopf aufpallt und Gesichtsverletzungen oder Schüttelverletzungen hat. Also mein Fazit zu den E-Tropys ist, da hat jetzt die Elektrifizierung im Gegensatz zu den Muskel- oder oder Körperkraftbetriebenen Geräten eher zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit geführt.
SPEAKER_01Ja. Es ist, also ich bin kein großer Fan von diesen Dingen. Ich finde, ja, wie soll ich sagen, vor allem die Leute dadurch, dass sie oft nicht besessen werden, sondern geliehen werden, habe ich ja auch das Gefühl, es ist so ein sehr legerer Umgang damit. Also man, ja, die Regeln sind ein bisschen fakultativ, man hält sich mal dran, mal auch nicht. Und meistens interessiert einen auch nicht so wirklich, ob die wirklich verkehrssicher sind. Man nimmt es einfach, es prüft ja keiner vorher, ob Reifendruck und so weiter die Bremsen funktionieren, sondern man steigt drauf und fährt los. Und auf der anderen Seite bin ich aber auch schon mit den Dingern rumgefahren und war zum Teil auch sehr happy, dass ich eins hatte. Also dann Tram-Ausfall und wie komme ich jetzt an Bahnhof, verpasse ich meinen Zug? Und dann stand das und Trottin ist, na gut, dann halt. Natürlich ohne Helm, weil den hat man nicht immer dabei und so weiter. Ja, also es ist so ein zwiespältiges Gefühl damit. Aber sie sind wie nicht mehr wegzudenken.
SPEAKER_00Nö. Mit dem Ausland hast du völlig recht. Also das trifft aber auf alle aufgeliehenen Gegenstände oder Mobilitätswerkzeuge zu. Also da wird einfach weniger Sorge dazu gehalten. Das wird dann auch interessant, wie das sich dann mit den späteren Robozis zeigen wird. Bin ich gespannt, ob da auch dann mehr demoliert wird. Aber bei den Tutis stimmt das auf jeden Fall. Aber auch im Privatbesitz gibt es Nachteile. Also im Privatbesitz stellen wir zum Beispiel fest, dass sie zum Teil gar nicht zugelassen sind, sowas ihnen den Leuten im Laden oder online auch nicht so deutlich gesagt wird, dass sie da jetzt gerade was kaufen, was in der Schweiz gar keine Straßen zulassen hat. Also zum Beispiel E-Sateboards oder Snakeboards oder Mono Wheels. Das ist alles nicht erlofft. Aber das kann man natürlich kaufen. Und ja, also da kommt noch das sogenannte Frisieren dazu, also Manipulationen am Gerät finden im Privatbesitz. Der fahrt Zürich vor ein paar Monaten war eine Zeitungen, da hat unsere Polizei einen E-Tropti-Fahrer mit 112 km/h geblitzt und dann auch gestoppt, weil er am Ende halt in einen Tram gefahren ist. Okay.
SPEAKER_01Also ich finde schon 20 mit den Dingern recht eine Challenge. Aber über 100, das ist eine Leistung.
SPEAKER_00Zum Glück die Aufnahme, ja.
SPEAKER_01Ich habe aber zeigt ganz schön, was eben auch bei der Elektromobilität mitspielt. Also die Motorleistung ist nicht mehr zwingend, also eine kleine Motorleistung, wie diese E-Trottis haben, bedeutet nicht zwingend auch eine langsame Geschwindigkeit. Das haben wir auch in der Zulassung immer breit und lang diskutiert. Früher war das relativ einfach, da hat man gesagt, ein Mofa darf einfach so und so viel KW oder PS haben. Und dann konnte man schon auch davon ausgehen, viel schneller wie diese 25 oder 35 konnten die gar nicht fahren, weil der Motor das gar nicht zugelassen hat. Und das kann man wie heute so nicht mehr sagen. Also auch ein 500 Watt oder 350 Watt Motor, also deutlich weniger. Leistung wie ein Mofa früher hatte, glaube ich, mit 3, 4 PS oder sowas oder 2, 3 PS, das kann einfach deutlich schneller fahren und viel schneller beschleunigen.
SPEAKER_00Da sind wir beim Thema Fahrrad aus meiner Sicht. Also das Velo, wie es in der Schweiz genannt wird, die elektrischen Velos. Also erstmal gilt dasselbe, dass eigentlich die Elektrifizierung eines Fahrzeugs, das früher nur durch Körperkraft betrieben wurde, hat jetzt auch zu einer Beschleunigung geführt der Gesamtflotte. Also es gibt Studien, die zeigen, dass die Gesamtflotte elektrisch betriebener Fahrräder so 5 bis 10 kmh schneller unterwegs ist als die Gesamtflotte körperkraftbetriebener Velos. Also da redet man so zwischen 15 und 20 und bei den elektrischen schon bei 2025 oder natürlich bei den ganz schnellen noch viel mehr, die ja in der Schweiß ziemlich verbreitet sind, also die 45er. Also die Geschwindigkeit und ein bisschen auch die Masse. Also E-Bikes sind einfach tendenziell schwerer. Und da sind wir in der Kombination von Masse und Geschwindigkeit sind wir also wieder dort, dass die insgesamt mehr Energie mit sich bringen und dadurch auch wieder bezüglich Verkehrssicherheit tendenziell eher mehr Schaden sich und anderen zufügen können. Und was ich halt feststelle, was mir fast schon so ein bisschen Sorgen macht, ist, dass die Fahrradhersteller, die Industrie, eigentlich jetzt so ein bisschen den Automobil Groove, den ich früher, also den kenne ich, ich habe das auch immer gerne verfolgt, wie sich Autos entwickeln, wie die Leistung sich steigert. Und das passiert jetzt beim Fahrrad. Also wenn ich jetzt die Fahrradprospekte anschaue, dann überbieten sich eigentlich die Anbieter damit, wie viel Leistung ihre Elektromotoren haben, insbesondere wie viel Drehmoment sie haben. Also mein erstes E-Bike war irgendwie bei 45 Newtonmeter Drehmoment. Damit kam ich sogar mal den Berg hoch. Jetzt ist 85 bei Bosch normal, kann man aber auf 100 legal hoch tunen, einfach Software-Update. Und im Mappenbike-Bereich sind wir bei 150 jetzt. Das kommt aber auch in den Turing, also in den normalen Bereich von den Wils rein. Und ja, das merkst du einfach. Wenn da so ein stark Drehmoment von Anfang an anliegt, dann ist das eine ganz andere Fahrdynamik auf einem Velo. Oder auch die Namen der Velos, also die werden jetzt auch als SUV-Velus bezeichnet. Ja, kannst du so kaufen. Ja, den kann ich noch nicht. Wirklich viel Leistung oder auch ziemlich hohes Gewicht.
SPEAKER_01Ich bin ja selbst ein langjähriger Stromerfahrer und diejenigen, die die Stroma nicht kennen, das ist so in der Schweiz eigentlich der Mercedes unter den E-Bikes oder war es zumindest lange Zeit, ich weiß gar nicht, ob es da mittlerweile andere gibt. Oder zumindest preislich war das. Also immer schön in der Mercedes-Klasse. Und ich habe so wahrgenommen, ich weiß nicht, ob du das bestätigen kannst, so dieses typische noch übers Rotlicht, noch zu schnell drüber fahren und halt doch noch sich schnell vorbeidrücken, habe ich bei den E-Bikes deutlich weniger gesehen als bei den normalen Vellos. Und ich habe das für mich immer daran festgemacht, dass ich sage, ja, ich habe kein Problem anzuhalten, weil ich komme ja auch wieder relativ locker los. Ich muss dann nicht wieder mühsam auf 20 km auch kommen. Wie nehmt ihr das wahr?
SPEAKER_00Dazu kenne ich jetzt keine Zahlen, aber ich würde das schon auch die Beobachtung teilig und auch aus eigener Erfahrung, dass natürlich die Anhaltebereitschaft tendenziell größer wird, wenn man weiß, dass man mit viel Drehmoment auch leicht wieder anfahren kann. Trotzdem hängt es am Schluss Menschen ab. Also wir haben kürzlich vor einer Schule gefilmt und festgestellt, dass die Autos brav anhalten, wenn Kinder über die Straße möchten, auf dem Fußgängerstreifen, wo sie Vortritt haben. Die Velos aber nicht und auch nicht die E-Bikes und auch nicht die Schnellen-E-Bikes. Also die sind dann unterwegs und wollen eigentlich nicht, scheinen ungern anzuhalten, obwohl es für sie kein großes Problem wäre. Ich habe den Eindruck, dass man jetzt auf dem Velo ähnliche Verhaltensweisen sieht, wie man sie früher am Auto gedrehen hat. Das ist so mein Eindruck.
SPEAKER_01Ja, das würde aber auch heißen, wenn, ich versuche mal die Idee ein bisschen weiter zu spinnen. Und du sagst, die Autos halten jetzt tendenziell eher an, dass sich das vielleicht auch wieder etwas drehen könnte. Dass die E-Bikes da wieder hinkommen.
SPEAKER_00Ich glaube, das E-Bike wird sich so bestimmt auch zum ganz gewöhnlichen Verkehrsmittel. Ist es ja jetzt schon, die Verkäufe sind hoch und es ist weit verbreitet. Ich glaube, ein zweites ist jedes zweite verkaufte Velo im Moment ein E-Bike und ich denke schon, dass sich da auch wieder eine soziale Norm einstellen wird, dass man auch mit dem Velo und gerade auch mit einem elektrischen Velo sich auch an die Verkehrsregeln halten sollte.
SPEAKER_01Bei den schnellen E-Bikes ist ja so, dass man einen Führerausweis braucht. Ich meinte auch, jetzt bin ich mir gar nicht mehr sicher, auch bei den schnellen muss ich. Nee, absichten, naja, die schnellen mit 14.
SPEAKER_00Mit 14 musst du eine Theorieprüfung machen, absetzen, dann ist es frei.
SPEAKER_01Ja. Genau. Aber die haben ein Schild bei uns. Also ich glaube in Deutschland auch, Österreich bin ich mir nicht sicher. Aber die haben auf jeden Fall nur ein Schild dran. Das heißt, es ist schon auch mehr ein Fahrzeug. Genau, die können auch geblitzt werden. Genau, da wollte ich jetzt gerade drauf eingehen. Habt ihr das, wie hat sich das geändert? Also ich muss da vielleicht kurz vorwegnehmen. Bei den E-Bikes ist es ja so, dass wir, nein, generell, wenn du einen Tacho hast, dann kannst du im Auto davon ausgehen, wenn der 50 anzeigt, dann fahre ich sicher nicht schneller wie 50. Das muss auch so sicher sein, auch bei ganz neuen Reifen und größeren Reifenumfang und so weiter, muss ich sicher sein, wenn 50 angezeigt wird, fahre ich nicht schneller. Beim E-Bike habe ich diese Sicherheit so nicht. Und da kenne ich ganz unterschiedliche Systeme. Also meins hat so einen integrierten Tacho, der keine Ahnung, wo der Sensor herkommt. Wahrscheinlich hängt der Motor dran. Bei meinem Sonemann, der hat jetzt so einen kleinen Magnet, der mitgeht in den Speichen. Und je nachdem kann es auch mal sein, dass er sich ein bisschen verstellt und dann tut der Tacho gar nicht mehr. Und jetzt habe ich ja als E-Bike-Fahrer dann unter Umständen gar nicht so die Verlässlichkeit. Wie schnell fahre ich denn tatsächlich? Wie nehmt ihr das wahr mit den Blitzern?
SPEAKER_00Also das langsame E-Bike, das 25er, das hat ja kein Schild, ist nicht immatrikuliert. Der TAF muss deshalb auch nicht perfekt stimmen, ist gar nicht geeicht, weil sich der Fahrer auch nicht unbedingt drauf verlassen müssen kann, er muss natürlich trotzdem die Höhltgeschwindigkeit einhalten, das musst du auf einem Fahrt ohne Unterstützung, also auf einem nicht-E-Bike musst du das ja auch. Wenn du dann dieses P-Delekt, glaube ich, heißt es in Deutschland, und bei uns einfach schnelles E-Bike bis 45 hast, dann hast du die Nummer hinten dran, bist identifizierbar und dadurch auch blitzbar. Und ja, dann muss der Tafo geeicht sein. Dann ist auch die Buße rechtmäßig, weil du hattest die Information, wie schnell du fährst. Und tatsächlich sind die dann massenweise vor allem in den 30er-Strecken und Zonen auf den Fotos drauf. Also da können wir schon mal so eine automatische Verkehrskontrollanlage hinstellen und dann sind sie, also wenn sie im 30er-Bereich aufgestellt ist, ist dann ein sehr großer Anteil Fahrräder drauf. Weil ich glaube, dass die Leute auf einem 45er E-Bike das nicht so wahrnehmen, dass sie nicht schneller als 30 fahren sollen. Das ist ein weiteres Beispiel, wo sich das, glaube ich, noch ein bisschen einpendeln muss.
SPEAKER_01Ja, es gab ja, ich weiß nicht, ob du das kennst, es ist, glaube ich, von einem polnischen Verkehrspsychologen da man untersucht, warum fahren Leute zu schnell. Und dann gibt es diejenigen, die zu schnell fahren, weil sie es gerne schnell fahren. Die nennen wir dann oftmals Raser. Dann gibt es diejenigen, die außer Sehen zu schnell gefahren sind, weil sie das Schild nicht gesehen haben, nicht geachtet haben, unaufmerksam oder sonst was. Und dann gibt es die große, breite Masse dazwischen, die fahren zu schnell, weil sie es können. Weil sie halt, ja, weil es gibt praktisch keine Sanktionen. Die Chance, geblitzt zu werden, ist klein. Und ich glaube, gerade auch bei den E-Bikes ist noch so das Gefühl, ja, selbst wenn sie mich blitzen, keine Ahnung, ich bin ja ausgenommen oder ich bin ja nur ein Velo.
SPEAKER_00Ja, interessant, die Studie kannte ich nicht. Die ist auch uralt. Das trifft wahrscheinlich zu, ja. Also ich glaube, das trifft auf die schnellen E-Bike-Fahrer zu, dass sie das einfach können. Und bei den Autos, da kommen wir jetzt eigentlich schon in die nächste Kategorie rein, trifft das, glaube ich, auch zu. Also, ich weiß nicht, ob es eine Medien so ein bisschen verfolgt hast, aber Zürich hat jetzt in den letzten Zeit auch wieder einen ziemlichen Anstieg an Rasafällen gehabt. Also, wir haben das im Frühling auch den Medien mitgetan, dass wir das feststellen. Und um auf dein Thema zu kommen, was ja interessant jetzt auch ist, da sind auch E-Fahrzeuge dabei. Also E-Autos. Also das gibt also alles, was wir vorhin über E-Trots und E-Velos gesagt haben, gilt auch für die E-Autos. Die sind schwerer und die sind tendenziell schneller, vor allem im Antritt. Und zusätzlich gibt es jetzt E-Supersportwagen. Und das ist jetzt ein Fall, den ich gerade kürzlich auf dem Tisch hatte, dass halt, wenn du da dann mit so einem E-Supersportwagen alle Assistenzsysteme ausschaltest, um mal zu schauen, was du kannst, dann stellen die Leute halt fest, dass es vollkommen unmöglich ist, diese Kraftentfaltung des Elektromotors auch nur annähernd zu beherrschen. Also den Fall, den ich da hatte, da war vom ersten Moment an kompletter Kontrollverlust. Keine Chance, dieses Fahrzeug irgendwie auf der Fahrbahn zu halten. Ich glaube, da reden wir von Leistungen jetzt 700, 800 PS.
SPEAKER_01Ich stimme dir da vollkommen zu. Ich habe, da habe ich auch schon in dem Podcast gesagt, ich habe mal Leihweise, wo mein Model S eine neue Batterie bekommen hat, glücklicherweise auf Garantie. Hatte ich aber zwei Monate lang einen Leihwagen, ein Model S Plate mit 1050 PS. Und der schafft auf, also ich habe es nie getestet, eben in Schweiz 120 kmh, Max und Beschleunigung kannst du ja eh nicht ausfahren bei uns. Aber der käme in unter zwei Sekunden auf 100. Also das ist Wahnsinn, was das Auto leistet. Und hat dann in diesem Track Mode, nur um das mal auszuführen, diese Assistenzsysteme, die du auch angesprochen hast, der fährt im Track Mode, in diesem Kickstart, die Luftfederung ganz hoch und lässt sie dann in dem Moment, wo man beschleunigt, fallen. So dass dann das volle Gewicht auf die Räder runterknallt im ersten Moment, wo er losfährt, damit er möglichst viel Traktion mitbringt. Und ich glaube, wenn man das eben mal schaut, was da alles passiert, wie die einzelnen Motoren die einzelnen Räder ansteuern, wie die Assistenzsysteme da greifen, dann haben wir so ein bisschen in den Kontrolllillusionen, wir können das beherrschen. Und ich glaube, wenn die Systeme eben nicht greifen, dann sind 1000 PS sind, da drehen alle Räder einfach mal quer durch, oder?
SPEAKER_00Ja, es ist, also die machen das ja, also das ist ja Absicht, die haben diese Personen, die das machen, die Assistenzsysteme absichtlich abgeschaltet. Und es ist mir kein Fall bekannt. Also natürlich sind die geglückten Fälle wahrscheinlich uns nicht bekannt, aber alles, was schiefgegangen ist, wird also darüber darf man eigentlich nicht lachen. Also ich möchte nicht den, also zum einen möchte ich auf keinen Fall, dass die Elektromobilität dadurch in ein schlechtes Bild gerückt wird. Das sind ja nur Missbräuche. Und zum anderen darf man sich über diese Missbräuche überhaupt nicht lustig machen. Das ist wirklich tragisch. Da werden einfach Kräfte freigesetzt, mit denen man andere Menschen und sich selbst natürlich massiv gefährdet. Und die Beispiele, die wir jetzt haben, die zeigen, dass es nicht theoretisch ist, sondern dass die Menschen danach sterben. Bei solchen Kraftenthaltungen.
SPEAKER_01Ja, das ist genau wie du sagst. Also ich möchte das auch auf keinen Fall da verharmlosen. Also das ist, das sind wirklich Kräfte und diese Assistenzsysteme, die haben einen Grund. Und man darf sich auch die Frage stellen, ist es denn notwendig, so viel Leistung in ein Auto zu packen? Wo gar nicht wirklich handelbar ist oder eben genau solche schwerwiegenden Unfälle dann auch sehr einfach passieren können. Gleichzeitig zeigt es uns aber auch, dass dieser viel angesprochene, dieser viel angesprochene Verlust der Emotionen beim Elektroauto offenbar langsam kippt. Also V8 ist nicht mehr die einzige Emotion, die im Auto mitschwingt. Da kommen jetzt die Elektros um die Ecke.
SPEAKER_00Ja, das hat mich persönlich auch überrascht, weil ich ja auch aus der Patrol Head-Generation eigentlich komme. Also für mich war sportliches Fahren verbunden mit dem Ton, mit dem Klang, mit der Vibration und allem. Ich habe auch noch einen alten englischen Sportwagen, der so ein klassischer Verbrenner. Und ich helle jetzt auch fest, ja, was man am Anfang als langweilig empfunden hat, kommt jetzt doch. Kommen elektrische Fahrzeuge, die diese Form von Kick und auch emotioneller Anspruch auch mitbringen. Das ist auch okay, ist ja richtig, damit das gekauft wird, damit wir diesen Wechsel überhaupt hinkriegen. Nur muss halt jetzt auch die Prävention wieder einsetzen. Also vielleicht brauchen wir dann auch jetzt seitens öffentlicher Hand, seitens Polizei auch wieder neue Botschaften, neue Methoden, um mit dieser neuen Form von möglichem Missbrauch umzugehen.
SPEAKER_01Ist das ein Thema, das diskutiert wird im Bereich Verkehrssicherheit oder wieder diskutiert wird, dass man gerade Fahanfängern die Leistung eventuell reduziert? Weil habe ich einmal den Führerusweis, es ist völlig egal, ob das Auto 100 oder 1000 PS hat.
SPEAKER_00Das wird jetzt in der Schweiz gerade sehr aktuell diskutiert. Genau weil die Fälle wieder ansteigen, wird das politisch wieder, also ist schon auf der Agenda, dass junge Menschen, die gleichzeitig Fahrenfänger sind, eine Leistungsbegrenzung auferlegt kriegen. Also, es ist jetzt auch allgemein Wissen, aber ich kann es als Psychologe nochmal bestätigen. In dem Alter haben gerade junge Männer einfach noch nicht die kognitiven Voraussetzungen, um überhaupt so eine Leistung zu bedienen, also im Sinne der Sache, sondern wissen wir ja alle, die wir jünger waren, dass es da noch, ja, da ist man halt zwischen 18 und 25 in einer Entwicklung drin, die man denke ich, ja, könnte man, also ich würde mich jetzt da nicht auf die Äste rauslassen politisch, aber ich würde es ganz sicher als Verkehrssicherheitsfachperson begrüßen, wenn man in dem Alter als Mann, also wenn die jungen Leute da nicht solche Leitungen zur Verfügung haben. Und das ist halt heute auch zu einfach. Vielleicht wieder auch andere Methoden, also beim Thema Leasing und so weiter, also ja, es ist. Oder auch überhaupt Leihautos. Teil dieses Missbrauchs findet ja nicht mal mit dem eigenen Auto statt.
SPEAKER_01Ich glaube, früher war es auch relativ schwierig, an diese hochmotorisierten Autos dran zu kommen. Wenn du sagst, Laien, ja, aber bevor ich ein Ferrari Laien kann oder ein Porsche leihen kann, dann muss ich schon auch Mindestalter haben oder Kaution hinterlegen und so weiter. Heute ist es gar nicht mehr so schwierig, ein Tesla sich auszuleihen. Und das ist wie, ich glaube, da kann ich bei Six nicht mehr, die haben ja, glaube ich, sich verabschiedet von Tesla. Aber ich komme an Fahrzeuge 500, 600 PS über die normale Vermietung dran, die laufen nicht speziell unter Sportwagen. Und ich glaube, das ist so ein bisschen der große Unterschied, der die Elektromobilität mitbringt, dass halt relativ schnell viel Leistung anliegt und die auch verfügbar wird.
SPEAKER_00Ja, also im Fazit über alles, über all diese Form der Mobilität, die wir jetzt gesprochen haben, ist für mich eben dieses leicht, also ich möchte es wirklich nicht falsch verstanden haben. Ich denke, das ist alles sehr, sehr wichtig, dass es elektrifiziert wird. Aber einfach rein physikalisch betrachtet, hat es zur Folge, dass die Fahrzeuge leistungsfähiger, schwerer werden und schwerer werden. Und dass die zwei Faktoren führen in der Kombination halt nur zu diesem dazu, dass wir mehr Energie ins System, ins Verkehrssystem reingeben. Und wenn die sich entfaltet, dann sind Konsequenzen entsprechend schwerer. Und vielleicht kann ich noch das Thema so ein bisschen in eine andere Richtung lenken, weil eben es fühlt sich sonst nur negativ und das ist es überhaupt nicht. Sondern zum Beispiel, was ich auch super interessant finde, ist die ganze E-Logistik, also City-Logistik mit E-Fahrzeugen. Das haben wir jetzt Zürich hier Versuche und das ist wirklich extrem vielversprechend. Also so die traditionelle traditionelle Arbeitsweise ist ja, dass auch mitten in die Innenstadt Verbrenner 40 Tonner oder 20 Tonner Verbrenner, Diesel fahren mit allen Konsequenzen, also das heißt halt Emissionen, Lärm, Abgas und auch die Größe. Und jetzt kommen also Geschäftsmodelle auf von Logistikfirmen, die mit großen Elektrolastwagen in die Stadt reinfahren, die irgendwo hinstellen. Und da kommen kleine Elektrofahrzeuge hier in der Schweiz von einer Firma Keyboards zum Beispiel, die sind nicht viel größer als ein Lastenfahrrad. Und die kommen dann wie die Bienen zu diesem großen Fahrzeug, laden die Päckchen auf und verteilen sie im Quartier. Und das ist extrem stadtverträglich. Kein Lärm, keine Abgase, keine Schäden an der Infrastruktur, weil die Innenstadt, also alle Innenstädte sind ja gar nicht gemacht für das große Fahrzeuge, also Lastwagen und Sattelschlepper sich da bewegen. Und da ist jetzt aus meiner Sicht, natürlich am Schluss auch weniger Unfälle mit diesen kleinen Fahrzeugen. Und da ist aus meiner Sicht einfach ein Riesenpotenzial in der City-Logistik.
SPEAKER_01Du hast mir gerade die Worte aus dem Mund genommen. Ich wollte genau auf das Thema, wo wir ja gesagt haben, mit der Elektromobilität kommt mehr Masse ins Spiel. Haben wir ja gerade bei der Logistik, du hast angesprochen, das Gegenteil jetzt. Also da können wir die Masse von den Lastwagen speziell wegnehmen und auf die kleineren Fahrzeuge verteilen. Und ich denke da gerade, also in Basel haben wir auch immer wieder Unfälle mit Lastwagen. Gerade Abbiegeunfälle, wo Vellos drunter kommen, auch E-Trottis drunter kommen, weil halt die Lastwagen groß sind, die Übersicht fehlt, dieser Mischverkehr sehr komplex auch wird und dann neue Sachen noch kommen mit Rechtsabbiegepfeilen, grünen Pfeilen und so weiter. Und da habt ihr jetzt Tests laufen und das finde ich sehr spannend. Also diese quasi Hubs, die ihr dann wahrscheinlich irgendwo einrichtet und sagt, bis hierhin fährt der Elektrolastwagen idealerweise und dann kommt.
SPEAKER_00So ist es, genau. Und das wird sich auf jeden Fall weiterentwickeln und ich vermute, das ist die City-Logistik der Zukunft, die sich dann auch noch um de facto Automatisierung erweitern kann, was dann noch interessanter wird. Ja, also es ist halt auch hier ein Megatrend, das die Logistik massiv zugenommen hat, durch die Online-Käufe, also und natürlich auch durch die Bestellvorgänge, also Essensbestellung und so weiter. Und da ist ganz klar, das muss man mit kleinen, am besten elektrisch betriebenen Fahrzeugen emissionsfrei, fast lärmfrei abwickeln. Dann haben wir in der Stadt einen Riesengewinn.
SPEAKER_01Kennst du die Videos von den chinesischen autonomen Lieferfahrzeugen, die da relativ schmerzfrei über alle möglichen Baustellenpisten drüber weg poltern und da gibt es Unmengen Videos. Ich glaube, wenn man einmal das Rabbit Hold runter geht, dann wird das immer wieder gezeigt. Das sind so wirklich so Kisten, keine Ahnung, die fahren dann autonom durch die Gegend und kennen da gar nichts. Also über frisch betonierte Flächen fahren die einfach mal rein und so weiter. Das ist dann sicher etwas, das wir nicht wollen bei uns.
SPEAKER_00Ich weiß jetzt, was du meinst wahrscheinlich. Das ist eine Form der City-Logistik, die auch sich abzeichnet. Das sind diese elektrisch betriebenen Lieferroboter. Tatsächlich haben wir einen Test hier in Zürich. Also wir haben eine Firma, ein ETH-Svenov hier, River. Und die haben einen dieser elektrisch betriebenen Lieferroboter erfolgreich in Betrieb genommen mit einer Sonderbewilligung vom Bundesamt. Der hat also in einem Stadtteil von Zürich, hat er Essen geliefert, Kebab. Es ist kein Spaß. Also die Leute haben bestellt und der hat das Spezielle war, der sieht aus so ein bisschen wie ein Hund. Also der hat vier Beine, an jedem Bein ist eine Rolle dran. Das heißt, der kann eigentlich fahren, kann aber auch Treppen steigen. Der bringt also dir das Essen wirklich vor die Haustür. Das halte ich eigentlich auch im Zusammenhang mit dem, was wir vorhin gesagt haben, für auch wieder eine Form von City-Logistik, die sich bewähren könnte. Das Modell ist aber in der Schweiz gesetzlich nicht erlaubt. Also im Moment gibt es keine gesetzliche Grundlage dafür, dass man auf dem Trottoir Lieferroboter einsetzt. Die hatten eine Ausnahmebewilligung. Und wurden übrigens jetzt gerade kürzlich gekauft von Amazon. Also da sieht man, dass da die kaufen das ja nicht zum Spaß. Also da wird, glaube ich, ein Haufen Potenzial drin.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, gerade diese Same-Day-Delivery-Geschichten, die jetzt auch immer mehr aufkommen. Also ich kaufe irgendwo was beim Online-Händler und kriege es am selben Tag noch geliefert oder innerhalb der nächsten drei, vier Stunden sogar geliefert. Das, ich glaube, na nicht mal immer überall notwendig, aber halt, ja, wenn man es kann, dann will ich das Päckchen schon gern sofort haben. Also dieses Erlebnis von, ich gehe in den Laden und kaufe es und hab's dann auch sofort, kommt jetzt mehr in die Lieferlogistik rein. Was natürlich auch möglich wird, also ich weiß, in vielen Städten ist so die Zulieferung einfach morgens gewesen, sieben bis neun oder so. Und danach durften die Lastwagen nicht mehr reinfahren. Und ich glaube, das ist jetzt halt auch anders geworden mit den kleinen elektrischen. Und dadurch ermöglichen sich ganz neue Geschäftsfelder eben.
SPEAKER_00Ja, und auch es ermöglicht sich auch wieder eine menschverträgliche, stadtverträgliche Logistik, indem man halt Randzeiten oder sogar die Nacht nutzt. Und dazu habe ich auch ein ziemlich schönes Beispiel. Das ist jetzt aber noch nicht in Betrieb, aber es ist einfach verrückt, dass ich es gerne erzählen möchte. Also auch elektrische automatische Mobilität, also die ETH hier in Zürich, die entwickelt elektrische Robovelos. Da fragt man sich jetzt erstmal, wie soll das denn gehen? Sollen da Menschen drauf sitzen? Nee, darum geht es nicht. Es geht darum, dass man die bestehenden Leihflotten, also jede Stadt hat ja irgend so ein Leihsystem, und da wird ja heute eigentlich meist mit Dieselfahrzeugen, mit Dieselastwagen, manchmal auch elektrisch, müssen die dann in der Nacht redistribuiert werden. Also die müssen, meistens stehen die an Stationen oder manchmal auch nicht. Free Voting gibt es auch oft. Auf jeden Fall, die Kunden haben halt ein Bedürfnis und fahren tagsüber mit den Fahrrädern meistens die gleichen Strecken. Und die stehen dann am Abend halt nicht mehr an dem Ort, wo man sie am nächsten Morgen wieder brauchen würde. Und im Moment wird das halt mit Dieselfahrzeugen nachts werden die rumgefahren. Und dieses elektrische automatisierte Fahrrad würde sich selbstständig verschieben in der Nacht. Also, das ist jetzt eine ziemlich verrückte Zukunftsperspektive. Es ist mir auch noch nicht klar, ob das durchkommt, aber sie arbeiten tatsächlich dran. Das würde heißen, in der Nacht würde sich eigentlich die Stadt neu organisieren. Ja, also wenn wir schlafen, sorgt die automatische Flotte dafür, dass wenn wir am Morgen aufstehen, das Fahrrad wieder dasteht, wo wir es sehen.
SPEAKER_01Da wäre in Basel ein riesen Run auf diese Technik. Wir kennen das Reinschwimmen. Ich weiß nicht, ihr habt ja den See in Zürich. Auf, genau. Und da ist dann so der Trend. Rein abwärts geht das natürlich super, rein aufwärts ist dann eher mühsam. Das heißt, man steigt aus dem Wasser und dann hockt man auf das Leihvelo und fährt wieder an den Ausgangspunkt. Und hüpft vielleicht nochmal rein. Was aber zur Folge hat, dass eben diese Velos immer an einem falschen Ort stehen. Dasselbe bei Open Airs oder bei Veranstaltungen, wo die Leute hinfahren, aber dann hinterher mit dem Taxi nach Hause fahren oder so. Und das wäre natürlich ideal, weil im Moment, wie du sagst, machen das entweder Studenten, die das dann einladen und mit einem Lastwagen wieder wegfahren oder ich meinte sogar in Basel, weil da durften dann die Lastwagen nicht hin, wurden dann wirklich Studenten auch angestellt, die dann da hinlaufen. Oder so mit dem Skateboard dann sich wieder asynchron quasi fahren, um die um die Vellos zurückzubringen. Was ja schön ist für die Studenten, die verdienen ein bisschen Geld dazu, aber eigentlich völlig sinnlos ist. Ja.
SPEAKER_00Sehr cool. Also ich glaube, wenn das kommt. Ja, man sieht doch, wie eng, wie eng Elektrifizierung der Mobilität und die kommende Automatisierung, wie eng das zusammenhängt. Also da ist wirklich jetzt so eine Kombination aus Technologien entstanden, die unsere Mobilität wirklich massiv verändern wird. Und auch die Dokumentation.
SPEAKER_01Ich kann mir vorstellen, also ich spinne jetzt einfach ein bisschen und du musst auch gar nichts sagen dazu. Aber wenn ich diesen Gyro-Effekt habe, der das Velo dann autonom eigentlich in der Balance hält, dann könnte ich das ja theoretisch auch einsetzen, um beispielsweise Unfälle zu verhindern oder Unfallgefahren zu mindern. Also das muss noch nicht mal der Betrunken sein, der nach nachts irgendwie da heimfährt und nicht so ganz mag. Aber das sind so Situationen, irgendwie, ich muss bremsen und verliere die Balance dabei, wo natürlich so ein Gyro durchaus helfen könnte.
SPEAKER_00So weit sind sie noch nicht. Also die haben tatsächlich noch Stützräder. Also die klappen, ja, die klappen echt die Stützräder aus und dann bewegen sie sich selbstständig und dann klappen sie die wieder hoch, damit Mensch das Fahrrad benutzen kann. Aber der Gyro-Effekt könnte kommen, also wenn man Robotik im Allgemeinen anschaut, was da passiert, vermute ich, dass da auch ein selbstbalancierende Fahrrad nicht ausgeschlossen ist.
SPEAKER_01Als Motorräder haben das ja teilweise schon.
SPEAKER_00Ah, okay, das wusste ich gar nicht.
SPEAKER_01Da habe ich schon lange her gesehen ein Video, wo das Motorrad dann selbstautonom in den Präsentationsraum gefahren ist und dann auch wirklich nicht umgefallen ist. dagegen treten und so, das hat wirklich gehalten. Also da ist ein recht ein starker Gyro drin gewesen und natürlich tief eingebracht, dass er schön hält. Ja, und da war es eben auch dieser Effekt, ich kann damit langsam fahren, ohne umzufallen. Ich kann theoretisch anhalten, eine Ampel, ohne die Füße runterzunehmen. Und es unterstützt natürlich auch in solchen Unfallsituationen.
SPEAKER_00Ich denke, es ist auch ziemlich wichtig, dass wir vielleicht im Bereich der Mikromobilität, vor allem der elektrischen Mikromobilität, wo man den Strom ja also an Bord hat, auch in die Richtung von Assistenzsystemen uns bewegen. Also bei uns, und ich glaube, das trifft schon auf fast überall zu, ist jeder dritte oder fast schon jeder zweite Unfall mit Mikromobilität ein Sturz. Also da hat der Mensch irgendwie die Kontrolle verloren. Da könnten schon Assistenzsysteme hilfreich sein. Gibt so erste Beispiele. Also Bosch hat ein ABS für Fahrräder entwickelt, das hat sich, glaube ich, jetzt nicht wirklich durchgesetzt. Ich habe das mal getestet, es ist wirklich faszinierend. Also du kannst mit so einem Fahrrad, das ist natürlich elektrisch sein, weil das Assistenzsystem braucht halt Strom. Kannst du auf Kies eine Vollbremsung machen und immer noch lenken? Es ist verrückt.
SPEAKER_01Und alle, die schon mal das gemacht haben, die wissen, also auf Kies eine Vollbremsung ist quasi, also Füße runter, den Sturz noch minder, aber da passiert, also da hast du fast keine Chance, ja.
SPEAKER_00Aber da könnte ich mir schon vorstellen, dass auch für Mikromobilitätsfahrräder Assistenzsysteme kommen, die den Menschen helfen, gewisse typische Stürze zu vermeiden. Also ein Thema ist zum Beispiel Tramschienen, das ist hier in Zürich wirklich leider einfach stark verbreitet, dass Menschen, also ich auch, ich, da bist du einen Moment nicht aufmerksam und bist mit einem mit dem Vorderrad meistens in den Tramschienen und da jetzt fantasiere ich ein bisschen, vielleicht gibt es irgendwann ein Assistenzsystem, keine Ahnung, optisch vielleicht, ein optischer Sensor, der nach unten blickt und sieht, dass du dich langsam in Gefahr läufst, in so eine Tramschiene zu kommen und dann vielleicht vibriert dann die Lenkstange oder sogar eine kleine Lenkkorrektur. Also es ist jetzt alles fantasiert.
SPEAKER_01Ja, aber also wir haben, ich glaube, diese Fantasien darf man auch mitbringen, weil das ist nicht unmöglich.
SPEAKER_00Nee, technisch könnte man das bestimmt.
SPEAKER_01Ja, also wer hätte gedacht, dass wir ABS beim Bello mal haben? Ja. Also das ist, ich weiß noch, beim Motorrad war das, war das damals bei 90er Jahren, ich werde langsam alt. So bei meinem ersten Motorrad eine BMW, die ABS hatte und mich dann also wirklich auch zweimal vor dem Sturz gerettet hat, so in die Wiese abgeschossen und dann einfach voll in die Bremsen gegangen, eureflexartig, und dann nicht gestürzt, weil das ABS gegriffen hat. Und sowas auf dem Vello ist heute machbar. Und wieso nicht auch Lenkeingriffe.
SPEAKER_00Und wer da sogar federführend werden oder schon ist, ist in dem Fall, diese Verleihindustrie von E-Trottis, die bauen in ihre E-Trottis Assistenzsysteme ein. Also noch nicht, aber das soll kommen, weil sie wissen, dass sie damit halt die größten Kritiker dann endlich mal ruhig stellen. Also zum Beispiel Sachen wie auf dem Bürgersteig fahren, das ist in jedem Land verboten, und mit einem optischen System am Fahrzeug, an dem E-Trott, die das mit einer, das gelernt hat, wie ein Trottoir aussieht, also das mit KI und maschinellem Lernen diese Bilder dann kennt und dann einfach auf Schrittgeschwindigkeit runtergehen, sobald es sieht, befindet sich jetzt auf einem Trottoir und der User kriegt vielleicht ein Feedback, dass das nicht erlaubt ist. Das ist jetzt nicht fantasiert, das wollen sie wirklich machen. Und ein anderes Beispiel ist, dass sie im Trittbrett planen, gewisse Sensorik einzubauen, damit das Fahrzeugen merkt, wenn zwei Personen fahren. Weil das ist ja auch in jedem Land der Welt, glaube ich, verboten, zurzeit auf einem E-Trocky zu fahren. Und daran sieht man, die Industrie könnte das so ein bisschen vorantreiben, dass die Mikromobilität assistiert wird.
SPEAKER_01Ja, und wenn es da hilft, dann kann es auch woanders helfen. Bei Erkennung von Hindernissen, dass es bremst, dass es den Aufprall, die Aufhaltsgeschwindigkeit reduziert, wenn der User nicht reagiert oder ähnliches. Also finde ich sehr, sehr sinnvoll. Ich würde noch ergänzen, wenn der User wiederholt auf dem Trott her rumfährt oder zu zweit fährt, dann kann er einfach keins mehr ausleihen.
SPEAKER_00Das ist wirklich auch klar, dass die Bundschaft ein bisschen diszipliniert werden soll und dann auch die Kundschaft, die das nicht will, die wird dann einfach nicht mehr, also ja, die wird vielleicht von dem fünfmal dann einfach nicht mehr berücksichtigt. Also die Firmen sind meiner Meinung nach ziemlich bedacht drauf, dass sie eine gute, dass sie ein gutes gesellschaftliches Einvernehmen haben. Also die Industrie hat sich ziemlich verändert. Es ist nicht mehr so dieses total wilde, was nur von Institution geprägt war von Risiko, sondern das geht jetzt schon. Und wir sind auch der Meinung, dass das ein Teil von der städtischen Mobilität ist. Also es ist jetzt nicht mehr nur Spaß. Viel Spaß, aber nicht nur.
SPEAKER_01Werner, bevor wir langsam zum Schluss kommen haben, möchte ich noch ein Thema kurz anschneiden und da mal deine Meinung dazu abholen. Wir haben jahrelang dafür gekämpft und es gibt sogar Lärmradars mittlerweile in der Schweiz, die dafür sorgen, dass der Straßenverkehr ruhiger werden soll. Und klar, bei den Lärmradars da geht es nicht um die normalen Autos, sondern da geht es um die, die da absichtlich laut sind. Aber jetzt haben wir die Elektroautos, die sind leise und da müssen wir jetzt Geräuschgeneratoren einbauen, damit man sie wieder hört. Und dann stelle ich mir so ein bisschen die Frage, ja, ich weiß, die Blindenverbände kochen darauf und ich kann das nachvollziehen. Also jeder, der das nicht glaubt, soll mir die Augen zumachen und sich irgendwo nur mal hinstellen, das ist sehr beängstigend. Und wenn dann Fahrzeuge auf einmal um die Ecke kommen, die man nicht hört, ist es nochmal beängstigender. Nichtsdestotrotz ist die Frage, glaube ich, berechtigt. Wir werden leiser, jetzt werden wir wieder lauter. Und was machen wir in dem Zusammenhang? Die zweite Frage an dich, mit den Vellos, die ja auch leise sind und schon immer leise waren, außer so die ganz alten Studentenvelos, die hört man.
SPEAKER_00Ja, das Phänomen kann man beobachten. Ich kenne jetzt auch da keine Studie dazu, aber man kann es beobachten, dass in der jetzigen Phase, wo sich Elektrofahrzeuge verbreiten, die früher keine waren, vor allem die Autos, dass da Missverständnisse entstehen, dass die Behindertenverbände oder die Menschen mit Behinderung, vor allem mit Sehbehinderung, ja, dass das schwierig wird. Ich kenne keine konkreten Beispiele für Gefährdungen. Das ist mir jetzt nicht bekannt. Ich habe noch keinen einzigen Fall gesehen, in dem es dann wirklich zu einem konkreten Problem wurde. Aber Situationen, Missverständnisse habe ich schon viele Bericht gekriegt, also dass halt Elektroautos hinter Fußgängern fahren und die Fußgänger gehen einfach nicht aus dem Weg. Du willst, ja, genau. Und das, was du gesagt hast, finde ich ganz interessant, dass jetzt Autofahrer in einem Elektroauto das erleben, was man auf dem Velo früher schon immer erlebt hat, dass man eigentlich, wenn man sich von hinten Fußgängern nähert, ist man immer so ein Dilemma. Was soll man denn jetzt machen? Also man möchte die ja nicht schrecken, man möchte auch nicht unfreundlich sein. Klingen ist schon an der Grenze, weil die Leute dann erschrecken. Mit dem Auto rupen wäre ziemlich unfreundlich. Also und so gesehen müsse man, denke ich, doch irgendein Signal aussenden, akustisch, das nicht zu aufringlich ist, das den Lärm nicht irgendwie zu sehr übertreibt und durch heute jetzt sagen, ja, irgend so ein Signal ist sinnvoll.
SPEAKER_01Also eben, ich kann es einerseits nachvollziehen, andererseits finde ich es nervig, dass das dann eben so ein wummerndes Geräusch oder irgendwie so ein piepsendes Geräusch macht, wo ich finde, gut, ich höre es im Haus nicht, aber im Straßenverkehr selber, gerade in Fußgängerzonen oder in Bereichen mit Mischverkehr wummert und hubt das dann in der Gegend rum.
SPEAKER_00Also das gibt es wirklich schon, ja?
SPEAKER_01Ich habe nicht gewusst. Ja, ich habe eben in dem, die neueren elektrischen, die müssen das haben, ich glaube bis 15 oder 20 kmh, weil dann kommen die Reifengeräusche, die lauter werden. Ja, genau. Und ich habe das wirklich in einem Leitesla hatte, der wummert dann so, so relativ, ich finde es einen unangenehmen Ton. Und wenn dann da eine ganze Armada Elektrofahrzeuge rumfährt, dann wummert das also da durch die Straße durch. Aber das, was du angesprochen hast, diese eine Friendly Horn, so eine freundliche Hupe, die nicht gerade einen Herzinfarkt auslöst, sondern einfach nur, hey, hier bin ich, Achtung, da wäre ich voll dabei. Also wäre sicher illegal, glaube ich, das dürfte man nicht einbauen. Aber so eine einfache, so eine hey.
SPEAKER_00Ja gut, jetzt müssen sich die Tondesigner da mal zusammensetzen aus der Industrie, müssten da das richtige Signal entwickeln und dann einen Industriestandard setzen und das würde dann auch zu einer Norm werden. Also man müsste dann dieses Signal, dieser bestimmte Ton zeugt davon, dass von hinten sich ein elektrisches Fahrzeug nähert oder an wir gerne an Wiff bei möchte.
SPEAKER_01Also kann ich mir jetzt vorstellen, dass nämlich gerade das Teletubbi, oh oh, aber so ein freundlicher Ton hier bin ich, Achtung, wäre sicher hilfreich. Ja. Gut, mit diesem Auftrag an die Sounddesigner, um das eventuell auch gleich noch für die Vellos einzurichten, weil genau da haben wir dasselbe problem. Wäre, glaube ich, können wir die Folge auch gut beenden. Aber ich danke dir herzlich, Werner, dass du heute da warst, dass wir da mit dem Blick so ein bisschen über den Tellerrand geworfen haben, was die Elektromobilität in der Verkehrssicherheit ausmacht. Denk daran, wenn ihr elektrisch unterwegs seid, die Leistung ist ganz anders wieder. Also wir merken das Gewicht nicht mehr, weil so viel Leistung bei diesen Autos dabei ist. Seid euch aber bewusst, was für eine Masse ihr durch die Gegend schießt, wenn ihr elektrisch fahrt. Ich merke es an mir selbst, ich weiß, man verliert das Gefühl manchmal ein bisschen dazu. Trotzdem muss man sich dessen immer wieder bewusst sein. Und ja, dann hoffen wir, dass wir bald eine Friendly Horn, eine freundliche Hupe noch bekommen können. Werner, ganz herzlichen Dank, dass du heute da warst, dass du dir Zeit genommen hast. Und ganz viele Grüße nach Zürich.
SPEAKER_00Danke, Volker, das hat richtig Spaß gemacht.
SPEAKER_01Schön. Also und dann nächste Woche wieder einschalten für die nächste Folge der Mobilist. Wenn ihr in der Zwischenzeit das Gefühl habt, hey, ich habe da auch noch was dazu zu sagen, dann geht auf der Mobilist.show, da hat es ein Forum, da könnt ihr Fragen stellen, da könnt ihr euch austauschen, Soundfiles hochladen für die freundliche Hupe wegen mir. Wir leiten das dann gerne weiter. Ich weiß noch nicht an wen, aber das finden wir dann schon irgendjemand, der sich darum kümmern könnte, vielleicht an der ETH oder so. Und ja, wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich auch einen virtuellen Kaffee oder die virtuelle Putzhilfe noch mitsponsern. Sehr willkommen. Aber wie ich immer betone, der Podcast bleibt gratis und ihr dürft auch einfach zuhören mit gutem Gewissen und Spaß dabei haben. Ganz herzlichen Dank fürs Zuhören. Bis nächste Woche. Tschüss zusammen.
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