DERMOBILIST eMobility
Verbrenner-Fahrer zahlen 20 Prozent drauf, Wasserstoff im Auto ist tot, und dein E-Auto könnte Geld verdienen, während es parkt. Klingt steil? Genau darum prüfen wir es.
DERMOBILIST ist der wöchentliche Podcast für alle, die bei der E-Mobilität mitreden wollen, ohne Prediger-Sound und ohne Stammtisch-Mythen. Volker Fröse holt jede Woche Menschen ans Mikrofon, die es wissen müssen: Flottenmanager, Ingenieurinnen, Ladeinfrastruktur-Profis, Umsteiger und Skeptiker. Sachlich in der Sache, locker im Ton.
Neu hier? Starte mit «Machen wir die E-Mobilität kaputt?», «Golf schlägt Model S?» oder «Warum Wasserstoff im Auto einfach keinen Sinn macht».
Jeden Donnerstag neu. Mythen, News, Perspektiven.
DERMOBILIST eMobility
Es ist nicht grün. Es ist schlau. (#024)
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Es ist nicht grün. Es ist schlau. Und es macht dich unabhängig.
Jan Schmirmund postet einen Satz, der Volker sofort triggert: eine gute Nachricht für alle, denen das Klima egal ist. Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Auto kannst du auch rechtfertigen, wenn du die Grünen doof findest. Daraus wird ein Gespräch über E-Mobilität ohne Ideologie, über Unabhängigkeit statt Verbot und über die Frage, warum digitale Souveränität dasselbe Muster hat wie der Strom vom eigenen Dach.
Key Takeaways:
- E-Mobilität ist keine Gesinnung, sondern eine Rechnung. Jan spart mit E-Auto, PV und Wärmepumpe rund zwei Drittel seiner laufenden Energiekosten.
- Wandel kippt nicht bei den Verbohrten am Rand, sondern bei den vielen in der Mitte, die für Fakten offen sind.
- Unabhängigkeit zieht stärker als Klimaschutz. Eigener Strom heisst: kein Ölpreis, kein Putin und kein Trump bestimmen dein Verhalten.
- 2035 kauft kaum noch jemand einen Verbrenner, ob erlaubt oder nicht. Die Frage ist nur, von welcher Marke.
- Digitale Souveränität folgt derselben Logik: Signal statt WhatsApp, Infomaniak statt US-Cloud, Kontrolle zurück in die eigene Hand.
Inhalt mit Timestamps: 00:00 Der Post, der alles auslöst 03:34 Eine gute Nachricht fuer alle, denen das Klima egal ist 06:00 Einsteigen, losfahren, an der Ampel gewinnen 09:28 Muss man dafür die Grünen wählen? 13:43 Was sollen die Nachbarn denken 16:19 Mythos: Reicht der Strom für alle? 17:13 Die Wippe und der soziale Kipppunkt 22:29 2035 kauft kaum noch jemand einen Verbrenner 28:34 Souveränität als das bessere Argument 34:08 Suveris, das Fediverse und der Cloud Act 41:00 Der Strom fällt vom Dach 44:47 100 Jahre Verbrenner gegen wenige Jahre Batterie 52:14 Marc-Uwe Kling und der Digital Independence Day 57:06 Infomaniak, Stiftung und Verantwortungseigentum 01:02:22 Der Aufruf: lad dir Signal runter
Zu Gast: Jan Schmirmund, Transformationsbegleiter und Autor von «Regenerative Wirtschaft. Wie Pioniere eine lebenswerte Ökonomie gestalten». Er baut mit einem Team die Plattform Suveris für digitale Souveränität auf. Profil: https://www.linkedin.com/in/janschmirmund/ Suveris: https://suveris.eu
Erwähnt in der Folge:
- Marc-Uwe Kling, «Die Känguru-Rebellion» und der Digital Independence Day
- Infomaniak, Schweizer Hosting mit Stiftungsmodell: https://www.infomaniak.com
- Messenger-Alternativen: Signal, Threema, Bluesky
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Herzlich willkommen bei der Mobilist, dem Podcast für E-Mobility und Themen rund um die Mobilität von morgen. Mein Name ist Volker und ich begleite dich durch diese Folge. Lass uns loslegen. Ich bin vor kurzem auf LinkedIn so richtig getriggert worden. Und zwar hat der Jan da einen Post gemacht, in dem er schreibt, ich komme jetzt gar nicht mehr, ich krieg es nämlich nicht mehr ganz zusammen. Das darfst du gleich nochmal sagen. Wenn so gute Nachrichten für alle Grünen hasser, ihr könnt jetzt auch, was war das, klimaneutral oder ihr könnt jetzt auch Elektroauto fahren und gleichzeitig die Grünen nicht gern haben oder sowas in der Richtung. Jan, ich gebe gleich mal dir das Wort. Ich krieg es nämlich nicht mehr so ganz zusammen. Aber es war so cool, dass ich dir dann gleich geschrieben habe und gesagt habe, Jan, lass uns mal eine Podcast-Folge zusammen aufnehmen. Das wird sicher lustig. Und jetzt ist er hier. Hallo Jan.
SPEAKER_01Hallo Volker, danke, dass ich hier sind darf.
SPEAKER_00Sehr gern. Stell dich doch mal vor, wer bist du? Und vor allem auch wie spricht nun deinen Nachnamen richtig aus. Ich habe mich nämlich jetzt gar nicht so richtig getraut.
SPEAKER_01Ja, wunderbar. Also mein Name ist Jan Schmiermund. Wenn man ihn richtig aussprechen würde, dann würde man, glaube ich, Schmirmund sagen. Das war in meiner Zeit, als ich an der Uni war, da haben das die, einer der Professoren war auch Linguist und der hat dann immer Schmirmund gesagt, weil man schreibt es nur mit I, wie man bei denen, die es im Video sehen, auch lesen kann. Und nicht mit IE. Ich sage dann immer leicht zu merken, schwer zu schreiben. Aber ja, also ich sage einfach ganz normal Schmiermund, ich bin jetzt inzwischen 50 Jahre alt. Smobbing habe ich hinter mir aus der Schule. Genau. Ich bin, ja, was bin ich? Man könnte sagen, ich helfe Menschen dabei, das Neue zu erfinden, im Idealfall eine neue Art im eigenen Unternehmen zu wirtschaften. Nach Prinzipien des regenerativen Wirtschaftens darum geht es. Das heißt, ich helfe den Menschen dabei, ihre Kultur, ihre Organisation umzubauen. Das mache ich im Land von einem Inkubator-Programm. Bin ansonsten auch noch quasi als klassischer Transformationsberater unterwegs, auch viel dann im IT-Kontext. Das wird jetzt in Zukunft mal sehen, wo es dahin geht, ob da noch IT dabei ist. Möglicherweise ja. Aber im Grunde geht es mir darum, dass wir eine neue Art zu wirtschaften und auch zu leben brauchen wollen. Wir brauchen es und wir wollen es und wir sollten es wollen. Und damit beschäftige ich mich den ganzen Tag. Und im Grunde stehe ich jeden Morgen auf und will, dass meine Tochter, wenn sie mal so alt ist wie ich, jetzt ist sie vier, dass sie dann noch eine Welt hat, in der sie leben kann.
SPEAKER_00Das ist auf jeden Fall ein guter Motivator. Meine Jungs sind 13 und 15 und zum Teil würde ich sie lieber auf den Mond schießen momentan. Aber ich unterschreibe das voll. Also ich bin da auch voll dabei, möglichst viel dafür zu tun, um die Welt lebenswert zu halten. Genau in dem Kontext war ja auch dein Posten zu verstehen. Und kriegst du ihn nochmal zusammen?
SPEAKER_01Ich krieg ihn zusammen, ja, ich habe mir tatsächlich auch nochmal aufgerufen. Also da gab es einen Kachel, und da steht dann drauf, eine gute Nacht für alle, denen das Klima egal ist. Du kannst Wärmepumpe.wV, ihr Autolastenrad, Entsiegelung und Hofbegrünung jetzt auch rechtfertigen, wenn du die Grünen doof findest. Und dann so ein Untertitel, ich spare so grob zwei Drittel meiner laufenden Energiekosten, bin fitter, habe Spaß beim Autofahren und kann meinen Hof im Sommer wieder zum Sitzen benutzen. Und außerdem bin ich ein bisschen unabhängiger von so Dingen, die da draußen in der Welt passieren, die Medizinpreise hochtreiben und so weiter. Und das habe ich dann in der Copy, also in dem längeren Text, auch nochmal ein bisschen ausgeführt. Der Grund, warum ich das gemacht habe, ist einmal natürlich, weil ich möchte, dass viele Menschen für sich erkennen, dass diese Dinge Vorteile haben, dass es gut ist, das zu machen. Und zwar nicht nur, damit die eigenen Kinder irgendwann nochmal eine Welt zum Leben haben. Vielleicht ist einem das auch egal. Oder man hat keine Kinder oder man ist einfach gefangen in dieser ideologischen Blase. Da ist jeder in seiner, ich in meiner. Also das mache ich nicht, weil das ist ja grün. Das sind irgendwie die Grünen, die das wollen und die wollen mir immer alles verbieten, die wollen mir mein Auto wegnehmen, meinen Parkplatz, meine Heizung rausreißen und was weiß ich nicht alles und ich lasse mir doch hier nicht vorschreiben und so weiter. Und das führt dann in meiner Wahrnehmung zu Ablehnung von bestimmten Technologien. Die werden dann einfach verbunden mit einer Ideologie und deswegen abgelehnt. Und der Post sollte eigentlich dazu beitragen, zu zeigen, naja, völlig ideologiefrei kannst du einfach Dinge tun und es geht dir danach sofort besser. Es ist ein direkter Vorteil für dich, wenn du aus dem Haus gehst. Und dazu gehören eben diese Dinge, die da in dieser Kachel stehen, die habe ich ja alle selber gemacht und kann das sozusagen aus eigener Erfahrung beweisen. Und habe auch die Erfahrung gemacht, dass andere das gesehen haben und dann mitgemacht haben. Also das E-Auto, wenn man ist ja dein Thema, du sollst ein E-Auto fahren, weil ein E-Auto CO2 einspart, was es ja tut über die Lebensdauer und so weiter. Da brauchen wir jetzt, glaube ich, gar nicht abzubiegen in die Batterien und die irgendwo und das Lithium, was irgendwo abgebaut wird und so weiter. Im Grunde ist ein E-Auto besser als ein Verbrenner. Und du sollst das machen, weil wir dir das vorschreiben. Und das führt zu Ablehnung und ich kann einfach nur sagen, naja, du kannst ja mal einsteigen bei mir in mein E-Auto. Und das mache ich dann auch mit Leuten. Die steigen dann ein und dann ist so meistens die erste Frage: I jetzt schon an? Er ist schon an. Ui, das ist aber leise. Und dann fahren wir mal los. Oh, und dann fährt man die nächste Ampel und dann so in der idealen Welt steht dann daneben irgendwie, was weiß ich, ein dicker Sportwagen mit zwei Auspüffen und so. Und dann wird die Ampel grün und dann mache ich mit mir ein Auto wumm! Und dann bin ich weg. So, da muss man noch nicht mal rasen, da ist man halt einfach in sehr kurzer Zeit auf 50 hier in der Stadt. Und da ist man einfach vorne und der andere steht da und guckt um und der Beifahrer oder die Beifahrerin, die sagt dann, huiui, das ist aber, das macht Spaß. So, dann schauen wir mal in die Tankstelle und dann holen wir uns da, weiß ich nicht was, ein Hannutter oder irgendwas. Und gucken dann mal auf die Benzinpreise und dann kann man sagen, hui, ach ja, ist auch wieder teurer geworden. Ich weiß gar nicht, sieht teuer aus. Und manchmal ist es, manchmal passiert es dann, wenn ich dann in die Tankstelle gehe und dieses irgendwie dann doch was gekauft habe, ein Schnaggelzeug, haben sie auch getankt und dann freue ich mich immer, dann kann ich immer sagen, nee, sowas mache ich schon lange nicht mehr. So, und da fährt man ein bisschen mit dem Auto und fährt dann wieder zurück, hängt es an die Ladebuchse und sagt so, und hier ist jetzt mein Benzin deutlich günstiger als an der Tankstelle und im Sommer fällt es bei mir vom Dach. Und mit Überstromladen, also nur der Strom, der nicht im Haus verbraucht wird, ist es sogar quasi umsonst. Investitionskosten nicht abgerechnet, aber in dem Moment ist es umsonst. Und das sind dann schon so Sachen, wo die Leute denken, also aber mit dem Laden und so. Und also wir fahren ja auch in Urlaub, dann sage ich ja, ich war hier mit dem alten Auto, das hatte nochmal 100 Kilometer weniger Reichweite, da waren wir letztes Jahr in Frankreich, 3000 Kilometer, also 1500 hin, 1500 zurück. Man glaubt es kaum, wir sind nicht liegen geblieben. Hat funktioniert. Wir haben auch nicht alle fünf Minuten geladen, sondern das geht einfach. Und ich glaube, das sind so die Dinge, wo Menschen dann auch ins Handeln kommen. Also dann kraft sich mein Schwiegervater ein Eheauto, dann hat jetzt meine Mutter ein Eheauto und ein Schwiegervater hat sich auch ein OPV oben aufs Dach gesetzt, weil er gesehen hat, dass das irgendwie doch alles funktioniert und das Haus auch nicht direkt abgebrannt ist und das Dach auch nicht eingestürzt ist. Also das sind so, ja. Und dann, wenn das dann gut für die Umwelt ist, naja, okay, ist mir zwar egal, aber meint dann trotzdem.
SPEAKER_00Und man muss gar nicht bei der nächsten Wahl die Grünen wählen, um da eben einmal ins Elektroauto einzusteigen, mal mitzufahren und zu merken, oh, das macht Spaß.
SPEAKER_01Nee, muss man nicht. Ich weiß nicht, ist ja jetzt hier auch kein Politik-Podcast, weil ich hatte es eben im Vorgespräch schon gesagt, also ich bin den Grünen durchaus verbunden, auch wenn ich nie alles gut finde, was die Grünen machen. Und man an der Wahl, was man bei der Wahl macht, sind natürlich auch Richtung Rahmenbedingungen zu gehen. Also zu gucken, okay, jetzt haben wir in Deutschland wieder eine E-Auto-Förderung, die jetzt ja dann nicht von den Grünen kommen, kommt, aber im Grunde ist es schon so, dass man Rahmenbedingungen wählt, die das, was man dann vielleicht haben möchte, weil man es vielleicht bei mir oder woanders gesehen hat und erlebt hat, dann leichter, günstiger bekommt, was Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schafft. So, und da kann man, ich weiß nicht, ob wir dahin abbiegen wollen, ob jetzt die Anführungszeichen grüne Politik eine ideologisch grüne Politik ist oder ob sie schlauere Wirtschaftspolitik ist, kann man, glaube ich, lange drüber reden. Aber das ist das, was man bei der Wahl tut. Aber im Grunde ist es richtig, was du sagst. Man kann auch politisch sonst wo stehen und diese Dinge tun. Und wenn man jetzt nur dieses kleine Fenster Ökologie nimmt und mal alles andere jetzt für das Thema Demokratie und so weiter mal ausklammert, dann kann man das mit jeder politischen Couleur machen, weil möglicherweise ist dieses Thema auch gar kein politisches Thema. Vielleicht ist Klimaschutz und E-Mobilität kein Thema der Politik, sondern ein Thema, was oder kein Thema einer bestimmten Partei oder Parteichtung oder links oder sonst was, sondern es ist einfach schlafen.
SPEAKER_00Es ist einfach vernünftig. Also und wie notwendig. Und mir ist jetzt gerade vorhin so ein Bild in den Sinn gekommen, ich war auch elektrisch, logisch. Das muss ich ja fast, wenn ich hier so einen Podcast mache. Wobei ich war nicht elektrisch wegen dem Podcast. Aber ich bin kürzlich nach Hause gefahren, völlig normal. Und dann kommt irgendwie so ein riesiger, ich weiß es nicht, was es war, fort, keine Ahnung, so ein Pickup-Truck, wie er eigentlich in UN USA zu sehen ist. So ein riesen Teil, der glaube ich im Standgas mehr Sprit durchlässt wie manch anderes Auto. Und der hat dann unbedingt noch an mir vorbeibrettern müssen, drückt sich kurz vor mir rein, bremst ab, bremst mich dann irgendwie nur runter. Wo ja, das also ich hab's zumindest so interpretiert, dir, Elektro, zeige ich jetzt mal noch, wer hier vor dir fährt. Und das ist so ungefähr das, was du ansprichst, oder? Also ich fahre nicht effizient oder ich fahre nicht klimaneutral oder ich fahre absichtlich ineffizient, um es dir mal so richtig zu zeigen, du Grüner, du Klimaschone oder wie auch immer. Und das finde ich durchaus eine sehr spannende, also neben dem, dass ich es doof finde und wir brauchen da auch nicht über die vielleicht Intelligenz dieser Leute zu sprechen, aber was da passiert und was, glaube ich, auch bei relativ vielen, die jetzt nicht gerade dann so extrem sind, passiert, das finde ich noch recht spannend. Und da steckt eben relativ viel auch hinter dem Post, den du gemacht hast, wo man sagen muss, klar, es gibt die, die voll auf die Gegenbewegung gehen, and then gibt es ganz viele andere, die sagen, ja, was sollen denn den Nachbarn denken? Wenn ich jetzt an ein E-Auto fahre, dann denkt ihr vor allem, ich wäre grün. Und vielleicht deswegen auch darauf verzichten, verschiedene Technologien einzusetzen, eine Wärmepumpe zu ersetzen oder Photovoltaik aufs Dach zu tun. Weil man könnte nachher wären da irgendwie politisch woanders verortet.
SPEAKER_01Ja, es sind zwei spannende Punkte. Vielleicht Stichwort, damit ich es dann jetzt nicht vergesse, die Wippe davor, also dieser Mensch, der sich dann da vor dich drängelt, da wünsche ich mir natürlich auch immer, ich würde mit sowas souverän umgehen. Manchmal schaffe ich es, wenn ich auf der Autobahn bin. In Deutschland darf man ja so schnell fahren, wie man will. Das heißt, wenn man aus dem Ausland kommt, kommt man nach Deutschland, denkt sich, Mist das Rennen beginnt. Und dann ist man dann manchmal auf der linken Spur und plötzlich hängt einer einem dann am Hintern mit, weiß ich nicht, bei 150, 160 und hat dann irgendwie zwei Meter Abstand. Und dann kann man natürlich in den Gegendruck gehen und kann extra langsam fahren. Oder man lässt ihn einfach vorbei, schert hinter ihm wieder ein und benutzt ihn als Kehrmaschine, der dann die Spree frei macht. Ja, so dann auf Kosten der anderen oder so. Aber das ist vielleicht so ein bisschen, ich habe früher irgendwann vor vielen Jahren mal Wingschung gemacht, dann nimmt man die Energie des Gegners und nutzt sie für sich sozusagen. Genau, aber das eigentlich Spannende ist ja, was du gerade gesagt hast, was sollen denn dann die Nachbarn denken, dieser, also wie funktioniert eigentlich Wandel in der Gesellschaft? Und ich glaube, dass in meiner Wahrnehmung ist es so, je nach Bubble, in dem man unterwegs ist, aber ich höre immer wieder, ja, ich habe mir ein Auto gekauft, nächster Satz, es ist nochmal ein Verbrenner, weil. Also man fängt an, sich dafür zu rechtfertigen. Also eigentlich jeder der Mensch, den ich kenne, oder mit dem ich gesprochen habe in den letzten ein, zwei Jahren, die sich ein Auto gekauft haben, ein neues, haben gerechtfertigt, warum es kein E-Auto ist und hatten dazu auch gute Gründe. Also weiß ich nicht, ich wohne in einer Mietwohnung, ich kann die nicht laden oder ich wollte es gebraucht haben oder wollte noch warten. Was weiß ich, ist ja auch alles vollkommen in Ordnung. Aber man hat eben diesen gesellschaftlich gefühlten oder echten Druck, das jetzt zu tun. Und ähnlich ist es auch mit einer Heizung. Also wenn du jetzt hier nochmal eine Gasheizung einbaust, dann musst du schon erklären, warum. Es gibt auch eigentlich, also die Gründe dafür sind, erschließen sich mir jetzt auch nicht, weil wenn man es nämlich wirklich mal durchrechnet und sich die Gebäude anguckt, ist halt auch, es ist halt einfach Quatsch, das zu tun. Aber vielleicht gibt es halt irgendwelche Gründe dafür, das doch zu tun.
SPEAKER_00Der Grund, den ich gehört habe dafür ist übrigens, wenn das alle machen würden, dann hätten wir nicht genug Strom.
SPEAKER_01Ja, genau.
SPEAKER_00Tue ich eigentlich was Gutes für die Gesellschaft, indem ich weiterhin Gas verbrenne, dann bleibt mehr Strom für die anderen.
SPEAKER_01Ja, sehr altruistisches Handeln. Solche Diskussionen, wenn das jetzt jemand mehr oder weniger ernsthaft sagen würde und es gibt Leute, die behaupten sowas auf LinkedIn oder sonst wo, dann musst du natürlich, da kommst du in Diskussionen, kommst du vom 100. ins Tausendste und sind die Netze wirklich in der Lage. Und was wäre, wenn jedes Auto und wenn an jeder Tankstelle jetzt diese in fünf Minuten Batterie vollladen, wie viel Leistung wird dann gebraucht, kann das Netz das und eigentlich geht das gar nicht. Und ja, aber, ja, ja, aber das geht nicht, komm mal, weil. So, anstatt zu sagen, ja, und damit das möglich wird, ist es erforderlich, Folgendes zu tun. So, und ich bin eher der Jahr und Typ und nicht der Ja-Aber-Typ. So kommt man nämlich in Veränderung mit Ja, aber bleibt man immer da, wo man vorher war. Und ich glaube, nochmal, weil ich vorhin auch Stichwort Wippe gesagt hatte, also du kennst es, du kennst es sicherlich auch, einige von den Zuhörenden kennen das bestimmt auch. Also wenn man eine gesellschaftliche Veränderung will, einen sozialen Kipppunkt sozusagen, dann ist man dann auf der einen Seite und momentan ist die andere Seite noch unten, weil da mehr Leute drauf sitzen. Und wen versuchst du auf deine Seite zu ziehen? Natürlich nicht die, die ganz hinten sitzen. Also das ist vergebene Liebesmühe, du brauchst super viel Energie, die Menschen, die ganz hinten, ich nutze jetzt einfach mal den Begriff verbohrt, ja, das würde die andere Seite wahrscheinlich genauso verwenden, aber es gibt sehr viele Leute, die in der Mitte sitzen und die für Argumente zugänglich sind. Und gerade beim Thema E-Mobilität, Elektrifizierung, regenerative Energien, liegen die Fakten halt auf dem Tisch. Und wenn man bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen, dann glaube ich, gibt es wenig Argumente, das nicht zu machen. Und gerade wenn man dann sagt, okay, ich habe es ja jetzt gesehen. Also ich habe nicht nur irgendwo in irgendeiner linksradikalen Zeitung, weiß ich nicht, was gibt es da, die Zeit oder die Süddeutsch. Linksradikal, so ihr habt es im ZDF gesehen. Da hat irgendjemand gesagt und so, das klappt alles, das ist ja alles gekaufte Medien, das glaube ich nicht. Und dann kommt der Nachbar und sagt, hier, guck mal, geht. Ah ja, interessant. Und wenn ich noch politisch irgendwo bin, dann kann ich mir immer noch ein Tesla kaufen. Und dann ist die eigene Erfahrung nah am eigenen Hemd, nah an dem, was also der andere hat jetzt wirklich ein besseres Leben, klar, hat was investiert, aber wenn man ein Haus hat oder ein Auto fährt, immer wieder, musst du was investieren, musst immer wieder was kaufen. Und der hat sich jetzt das gekauft und hat davon ganz viele Vorteile, Fahrspaß günstig, so und das gute Gefühl, eine fortschrittliche Technologie, eine Zukunftstechnologie zu fahren, was auch wichtig ist, es ist auch ein Lifestyle-Argument, also so ein kennst doch auch die Diskussion, da sitzt du irgendwo bei vorhin am Tisch und dann holen die ihre Apps raus. Und Strom hast du heute gemacht, so und so viel. KP Peak hast du auf dem Dach. Und wenn du dann dabei sitzt und nicht weißt, was KP Peak ist und nicht weißt, was ein Wechselrichter oder Überstrom ist, dann ist halt irgendwann auch blöd. Und ja.
SPEAKER_00Aber ich glaube, das ist ein ganz heikler Punkt. Also je nachdem, wie gut man befreundet ist am Tisch, kann das natürlich auch passieren, dass sich dann jemand wieder so wie absichtlich abgehängt fühlt. Dass er eben nicht sagt, ja, erklär mir doch mal schnell, was heißt Kilowattpeak oder wie funktioniert das Ganze, sondern wenn eher da sitzt und sagt, ach, ihr mit euren blöden Apps und das Zeugern, das geht ja eh nicht und sich wie noch mehr auf der Wippe zurückzieht, eigentlich in weiter an den Rand zurückwandert, als dass er da irgendwie mal in die Richtung Mitte kommt und dann vielleicht auf die andere Seite kippt.
SPEAKER_01Ja, also ich sag mal, das kannst du natürlich nicht ausschließen, da steckst du ja auch in den Menschen, in den einzelnen Menschen nicht drin. Woran ich jetzt gerade denke, sind Handys. Also ich erinnere mich, mein erstes Handy, das war ein Nokia Energy, das war damals das erste E Plus-Handy, so ein dicker, fetter Knochen, irgendwie 1998 oder so war das. Mein Herrn war das peinlich mit dem Handy. Der Handyman, ich werde nie ein Handy brauchen. Ich will überhaupt nicht immer erreichbar sein. Also so ein Ding da, dass da immer mit mir rumschleppen. Und da gab es natürlich viel Ablehnungen, und die Ablehnung war dann auch noch da, wo es dann irgendwie mehr Leute waren. Und ja, so, zack, der Rest ist Geschichte. Und ich glaube, dass das, was du gerade beschreibst, im Grunde eher selten passiert, sondern dass man da sitzt, nicht mitmacht, das vielleicht irgendwie blöd findet, vielleicht irgendwie einen Kommentar sagt, naja, gut, aber brauche ich ja jetzt auch nicht, oder man sagt gar nichts, weil man das im Freundeskreis dann irgendwie vielleicht nicht sagen will. Aber dann irgendwann für sich die neue Geschichte entwickelt. Vielleicht die naja, klar, wenn ich die Grünen doof, ne? Aber das hat ja, also E-Mobilität oder so eine Wärmepumpe, das hat doch mit den Grünen gar nichts zu tun. Also die CDU hat auch irgendwo mal gesagt, dass sie das gut findet, ja, und dann wird halt jemand wie in Deutschland sagt man, manche Leute sagen Gaska, die Katharina Leiche, die wird dann halt nicht, die wird dann halt ausgeblendet, das ist ja die kognitive Dissonanz, ja, also wenn ich die Welt nicht ändern kann, dann ändere ich eben meine Geschichte über die Welt und meine Wahrheit über die Welt. Und das ist ja dann wiederum in dem Fall dann vielleicht zum Glück auch flexibel. Und das muss ich mir gar nicht selber eingestehen, sondern ich sage einfach, das habe ich schon immer so gemacht. Und wenn man nicht weiß, wie das geht, kann man immer Markus Söder fragen. Der kann das super. Was gebe ich heute auf mein Geschwätz von gestern? Und ich habe schon immer das gedacht und gesagt. Und wenn man das für sich dann hat, dann wird das funktionieren. Und ich bin sehr sicher, dass wir im Jahr 2035, dass da kein Mensch mehr ein Verbrennerauto kauft. Ob das erst erlaubt ist oder nicht, ist auch vollkommen egal.
SPEAKER_00Ich bin dann so Liebhaber oder sowas. Das soll ja auch vollkommen okay sein. Also so, so, ja, ich fühle mich auch getriggert und zwar durchaus positiv, wenn ich so einen schönen Motorsound mal höre. Ich habe das noch gern, das ist tatsächlich so, aber deswegen muss ich es nicht fahren. Beziehungsweise sicher nicht jeden Tag. Und wenn mein Nachbar am Wochenende mal den Porsche rausholt und mit offenem Verdeck durch die Gegend fährt, dann soll er das doch tun, das ist doch in Ordnung.
SPEAKER_01Ja, genau, soll er machen. Und deswegen glaube ich auch, also Thema Kommunikation, ich glaube, dass da viele Fehler gemacht worden sind in Richtung regenerative Energien, nämlich über Gesetze, die dann von einem anderen politischen Lager als Verbot und als Gängelung geframt werden können, was eben auch sehr leicht ist, das zu tun, weil die Argumentationskette einfach die war, du musst das tun, weil es das Richtige ist, um die Welt zu retten. Aber die Welt, ja, weiß ich, verstehe ich und so, aber ich will doch mir hier nicht, also viel handlungsleitender ist das persönliche Gefühl, bin ich autonom oder werde ich von irgendjemandem irgendwas gezwungen. Und deswegen glaube ich, dass man eher über Anreize und Förderung gehen sollte, dass man Rahmenbedingungen auch nicht in Gesetze gießen muss, die dann groß in der Bild-Zeitung stehen, sondern das kann man auch von der EU lernen und wird ja auch genutzt. Man macht dann solche Änderungen oder solche Themen dann in den technischen Anhanger Gesetze. Und dann ist das medial ein ganz anderes Thema. Und wenn es heißt, ich kaufe ein neues Auto und dann sagt man, okay, wir haben jetzt hier für die Mobilität eine entsprechende Förderung, dann mache ich das. Und wenn die deutsche Automobilindustrie, ja, was soll ich sagen, so dumm ist, ja, oder am Innovators Dilemma hängt, Clayton Christensen, ich habe hier ein funktionierendes Geschäftsmodell und wieso sollte ich denn jetzt investieren, um mein eigenes Geschäftsmodell kaputt zu machen. Versuchen sie natürlich lange daran zu bleiben, insbesondere die Manager, die dann jetzt in der Position sind und ihre Boni davon abhängen, wie das nächste Quartal verläuft und nicht wie die nächsten zehn Jahre verlaufen. Dann passieren halt solche Dinge, und dann werden 2035 die Leute halt trotzdem keinen Verbrenner mehr kaufen. Es ist halt nur die Frage, von welcher Marke sie den dann kaufen.
SPEAKER_00Das ist genau der, wo ich den Kopf schütteln muss, wo ich zum Teil wirklich nicht mehr nachkomme. Also eben, man kann es ja so oder so finden. Ich bin absolut dafür, dass man mal Technologie ein bisschen trennt von dem, von dem ganzen Idealismus oder von irgendwelchen politischen Couleur. Weil es ist doch ein No-Brainer und mir fällt dann ein Einspruch ein, der war unter einem, glaube ich, Instagram-Post, den ich mal gemacht habe, hat dann einer gesagt, er lässt sich doch vom Auto nicht sein Verhalten bestimmen. Da hat er aufs Laden bezogen, dass er irgendwo laden gehen muss. Und dann habe ich nur gedacht, ja, aber sorry, du gehst ja auch tanken und du musst so viel Geld zahlen jetzt, weil der Sprit zu teuer geworden ist. Also wahrscheinlich fährst du jetzt vielleicht weniger oder lässt Fahrten weg, die nicht notwendig sind, weil sie so teuer sind. Also du lässt ja exakt bestimmen von anderen, wie du dich verhalten musst. Und auf der anderen Seite könntest du relativ autonom sein. Also klar, nicht jeder hat eine Photovoltaik-Anlage zu Hause, ganz klar. Aber selbst wenn ich die nicht habe, ist der Strom immer noch günstiger wie der Sprit. Und wenn ich die Photovoltaik habe, dann bin ich, wie du sagst, autonom. Also ich kann es zumindest einen Großteil vom Jahr managen, mein Auto rein solar zu laden. Und das ist ein super Gefühl. Ich bin nicht abhängig von irgendeinem US-Präsidenten, der jetzt irgendeine Schnapsidee hat mit dem Überfall auf irgendein Land, wo völlig hinten rausgeht und dann über die Spritpreise hochschraubt.
SPEAKER_01Ja, genau. Also das sind eben das sind Framings, ne? Und gefühlte Wahrheit, ja, also meine gefühlte Wahrheit ist, und in Deutschland 2018, 19, Fridays for Future und so, ne, da hat man Dinge gemacht, weil sie einem ein gutes Gefühl gegeben haben. Man hat dann irgendwie nach Klamotten gekauft und hat dies gemacht und so, weil man so hat Teil dieser Bewegung, man ist so dieses, ne, und das ist auch das, was so ein, was die AfD und Fridays for Future gemeinsam haben. Die haben, da ist was größer als ich selber, ja. Die einen retten halt die Welt und die Zukunft und die anderen, was weiß ich was, das deutsche Volk oder so, ne, aber und gefühlt ist es etwas Großes, an dem ich teilhaben kann. Das ist aber eben nur der eine Teil einer Motivation, der andere Teil ist dann tatsächlich der eigene Autonomie, die gefühlte Autonomie. Du hast eben gerade die zwei Varianten beschrieben und ich glaube aber, dass auch hier in der Kommunikation man durchaus anders agieren muss, weil da ein bestimmter Teil der Wahrheit unterbelichtet ist. Und das ist eben Souveränität. Also ich bin nebenbei dabei, auch mit ein paar Leuten eine Plattform aufzubauen im Kontext digitale Souveränität, ohne US-Big Tech, ohne entsprechende Abhängigkeiten. Und so ist es eben auch beim Nutzen von regenerativen Energien. So ist es auch, wenn ich, ich habe ja gesagt, regeneratives Wirtschaften, wenn ich als Unternehmen in Kreisläufen agiere, bin ich weniger abhängig von globalen Lieferketten, bin weniger abhängig davon, ob es ein Trump ist oder ein Putin oder ein anderer Imperator, hätte ich fast gesagt, auf der Welt, irgendwie sagt, eine Mama nicht mehr und wird jetzt gesperrt. Hier wird das KI-Modell gesperrt, hier wird ihren Zugang gesperrt, hier wird behauptsächlich aus einer Laune heraus ein Krieg angefangen, ja, und plötzlich hängst du dann da an Spritblattpreisen. Und diese Autonomie, diese Resilienz, die kannst du dir über diese Dinge schaffen. Und auch eine Resilienz gegen die Klimakrise. Und ob jetzt 2% des CO2-Ausstoßes, den Deutschland hatte, die Welt, die CO2-Ausstoß, die Erderwärmung massiv verringert oder nicht, da kannst du von mir aus drüber reden. Aber Fakt ist, dass wir die Klimakrise haben, dass sie da ist. Wir hatten jetzt hier in den letzten Tagen, weiß nicht, wann das ausgestrahlt wird, aber über 40 Grad in ganz Europa und wahrscheinlich wird das nicht das letzte Mal gewesen sein, dieses Jahr, wir haben ja erst Juni. Du musst dich anpassen an diese Dinge und da bist du eben mit Strom, den du selber produzierst, mit Kreisläufen, in denen du wirtschaftest, mit digitalen Tools, die nicht abhängig sind, deutlich stabiler unterwegs. Einfach. Und in meinem Post stand auch, die Fassade ist begrünt, der Hof ist abgepflastert, das habe ich einfach gemacht. Und jetzt ist er halt wieder kühl. Und da brauche ich keinen, die Grünen wollen mir vorschreiben, wie mein Garten aussehen muss. Dann sage ich, die Grünen würden vorschreiben, was sie wollen. Also ich habe keinen, also bei mir war es draußen vorher brutal heiß und jetzt nicht mehr. Und das ist gut. Ist mir egal, was irgendwie der Politik sagt. Und mein Auto war vorher teuer, als ich es gefahren habe mit Benzin, jetzt ist es billig. Super. Mein Haus hat eine Wärmepumpe, ist billiger. So, also lass mich in Ruhepolitik nicht mal anschauen.
SPEAKER_00Aber das ist ein schöner Vergleich. Also wenn man da so einen kleinen gedanklichen Ausflug auch macht, wie du sagst, mit der digitalen Welt da auch diese Unabhängigkeit hinzubekommen, geht ja in dieselbe Richtung. Also wenn wir uns mal genau anschauen, wie abhängig wir sind, und das sehen wir jetzt wieder durch den ganzen Iran-Krieg, wie auf einmal die Spritpreise hochgehen können. Und ich wette jetzt mal, wenn da nicht noch irgendwelche staatlichen Gegenmaßnahmen gekommen wären, wären der Preise noch deutlich höher gewesen. Also da, wer weiß, wo das noch hingeht. Also das ist ja weder beendet noch sind die Lager, also die Lager sind jetzt vielleicht noch voll. Ich weiß, in der Schweiz haben wir relativ große Pflichtlager, die Schweiz kann die ganze Zeit lang überleben ohne neue Spritlieferungen, aber wenn die leer sind, dann ist es halt leer und dann kann man nicht noch günstigen Sprit hinzufügen, damit der Preis künstlich unten bleibt. Und genau in solchen Situationen sollten wir doch eigentlich sagen, da ist es nur sinnvoll, das lokal zu machen. Und eben jetzt der Connex zu der digitalen Welt, ich weiß nicht, ob du wie weit du da drin bist, ich habe tatsächlich diese zwei Tage Fable 5 testen können. Und hatte dann, ich habe es gestern in einem Call gesagt mit einem Kollegen, ich hatte dann zuerst mal meine Synkrise, die erste, wo ich dann die Performance gesehen habe, und wo es dann abgestellt war, hatte ich die zweite Synkrise. Also ich wurde, hey, was passiert da mit uns, wenn wir das nicht mehr zur Verfügung haben? Und zwar, also wir haben ja jetzt hier keinen KI-Podcast, aber es geht in dieselbe Richtung, oder? Was machen wir, wenn wir auf einmal abgestellt werden? Wir sind so abhängig von Technologie oder von Energie, die irgendwo aus dem Ausland kommt, wenn wir die auf einmal nicht mehr haben, dann stehen wir da. Und gleichzeitig hätten wir ja eben diese Möglichkeiten, das auch bei uns Strom zu produzieren, zu heizen, ohne dass wir, dass wir Gas aus Russland haben müssen und so weiter. Und von dem her finde ich, dass die Initiative sehr spannend, wo du da aufbaust. Vielleicht willst du da noch zwei, drei Worte dazu sagen.
SPEAKER_01Ja, genau, kann ich gerne machen. Also die Initiative Soveris, S-U-V-E-R-I-S.eu, also das ist dann jetzt der quasi europäische Ausweg aus LinkedIn, basiert auf dem Fidiverse, also auf offenen Protokollen, auf Dingen, wo eben keiner auf den Knopf drücken kann, wo es eben keinen Cloud-Act gibt. Das ist also das Gesetz in den USA, was es US-Behörden erlaubt, auf alle Daten zuzugreifen, die von US-Unternehmen gesammelt werden. Pups, egal, ob das jetzt eine Sovereign Cloud von irgendeinem dieser US-Firmen in Deutschland ist, wo die Server dann in Frankfurt stehen oder sonst was. Das ist Quatsch. Die Daten sind trotzdem per Gesetz dann entsprechend verfügbar. Und das bedeutet eben, dass man dadurch auch eine gewisse Erpressbarkeit hat. Wir haben es gesehen, es sind dann Accounts zugemacht worden. Man kann die Daten natürlich analysieren, man kann daraus Angriffe und Repressionen ableiten. Und darum geht es, diese Souveränität wiederherzustellen. Und du hast eben sehr viel, du hast eben immer wieder gesagt, es ist vernünftig, es ist schlau, cognitiv, aber weißt du was? Es ist auch geil. Und das ist so eine emotionale Ebene. Also einfach sich mal bewusst zu machen, dass man souverän, eigenständig erhobenen Haupt dastehen kann und irgendjemand, der kommt und sagt, pass mal auf, wenn du nicht dann, dann sagt man einfach, weißt du was, du kannst mir mal einen Bull ohne rutschen. Weil ich von dir nicht abhängig bin. Und das ist, glaube ich, ein Gefühl, wo auch in Deutschland die AfD rangehen will. Die neue Männlichkeit, du bist wieder wer, nicht so ein komisches Weicher, was ja lassen, Räder fährt, sondern du bist jetzt hier irgendwie, du bist jetzt wieder stark und du bist ja, die Frauen sind die Untertanen, sage ich ja immer so in der ein bisschen überspitzt. Aber im Grunde geht es darum, schon, dass ein Selbstbewusstsein zu haben, das Gefühl, jemand zu sein, der nicht abgehängt ist, eine eigene Stärke zu haben, dass jemand bewundert wird, so für seine Stärke. Und das ist genau das, was regeneratives Wirtschaften, was regenerative Energien, was souveräne digitale Infrastruktur, Kreisläufe, was das, alles das ermöglicht, das im Prinzip, weil natürlich sind wir trotzdem immer noch abhängig von sonst was, als wenn wir Mistral jetzt hier aufbauen würden, was man mal machen sollte in Europa. Ich habe dieses Fable-Ding auch mitbekommen. Bin auch Anthropik-Nutzer, weil das vielleicht immer noch besser ist als ChatGTPT oder Cock oder sonst was, aber im Grunde ist man trotzdem abhängig. Und wenn wir diese Souveränität haben, dann haben wir auch wieder eine gewisse Stärke. Und das ist okay, glaube ich. Auch damit darüber mal zu reden und das mal in diesem vernunftbefreiten emotionalen Framing mal zu machen. Damit kriegt man vielleicht auch den einen oder anderen aus der Wippe überzeugt, der noch ein bisschen weiter hinten steht.
SPEAKER_00Ich überlege mir jetzt gerade, dieses ganze Bild von du bist wieder wer, du bist hier wieder, du hast so eine Identität, du, du bist nicht abhängig von anderen. Das ist ja eigentlich ein extrem cooles Setup, das man ja auch politisch ruhig mal nutzen könnte, wenn die Farbe nicht blau ist. Also alle, die nicht aus Deutschland zuhören, Farbe Blau ist eben die AfD-Farbe. Also, ich überlege jetzt gerade, why not? Warum versuchen wir nicht ein Framing aufzubauen, wo wir sagen, hey, mach dich unabhängig, stell dich hin, sag, hast du Spritpreise, ja. So what? Selber schuld, wenn du dich da abhängig machst. Wo das ganze Thema Wärmepumpe eben nicht so, ja, ich muss jetzt halt eine neue und ich durfte ja nicht mehr Öl und so, sondern wo man einfach hinstellt und sagt, nee, ich bin noch nicht blöd und mache mich abhängig von irgendwas. Ich habe mich jetzt endlich frei gemacht davon. Jetzt kann ich wieder hinstellen, selbstbewusst und jetzt bin ich wieder wer, ich habe meinen eigenen Strom, ich habe meine eigene Energie und so weiter.
SPEAKER_01Absolut. Also ich habe, also kann ich jetzt auch wirklich nur sagen, das ist eine gefühlte Wahrheit. Glaube ich, dass das jetzt auch passiert. Also wir haben es jetzt gerade in der Hitzewelle gesehen, dass auch Politikerinnen verschiedenster Parteien für die Klimaanlage gesprochen haben. In der Zeit stand ein Artikel, wir dürfen die Klimaanlage nicht den Rechten überlassen, weil das ja dann die einfache Lösung ist. Ja, 40 Grad und so, und ihr versprecht, wollt ihr irgendwie aufforsten, bringt doch eh nichts. Wir versprechen Klimaanlagen für jeden. So Bumm, sagt, Problem gelöst, ist kalt, fertig ist der Lack. Also die einfache Lösung. Und ich glaube schon, dass man dieses erstmal nah am Hemd. Also es hat für dich einen Vorteil, wenn du dich, wenn du eine Klimaanpassung machst, wenn du deinen Gartenkün machst, wenn du eh Autos fährst. Und auch dieses, wir sind wieder wer, ich fühle mich jetzt dann wieder stark, dass das stärker communiziert wird, habe ich gefühlt that it comes so langsam. Es kommt noch nicht groß, aber es kommt so langsam. Es ist auch für viele schwierig, sich davon zu lösen. Für mich ja eigentlich auch. Also ich würde ja auch tendenziell eher sagen, so wie du, es ist einfach total vernünftig und es ist mir, ich kriege Tränen in den Augen, wenn ich mir vorstelle, dass der Wald hier vorne in 50 Jahren nicht mehr da ist und meine Tochter dann bei, weiß ich nicht, 50 Grad, drei Wochen das Haus nicht mehr verlassen kann, keine Tiere mehr da sind, ein Haufen Menschen gestorben sind, das ist einfach, das ist für mich unfassbar schlimm und das ist mein eigentlicher Antrieb. Aber ich sehe eben auch, dass es noch einen anderen Antrieb geben kann. Und das ist tatsächlich genau dieser Ich bin wieder wer, Selbstbewusstsein. Und je mehr ich mich damit beschäftige, fühlt sich auch das ganz gut an. Und wir haben ja, wie du sagst, der Strom fällt vom Himmel. Also man muss sich das einfach mal vorstellen. Du fährst mit deinem Auto an die Tankstelle und lädst da dieses Benzin rein und dann überlegst du mal, was ist dann damit passiert. Das ist von der Tankstelle, das hat irgendein Laster da hingefahren von irgendeiner Referinerie, wo unglaublich viel Energie verbraucht wurde. In die Referinerie kam es per Pipeline oder per Schiff und ist tausende Kilometer irgendwo aus der Erde gepumpt worden. Was ein Aufwand, ja. Und das Sprit für mein Auto, der fällt einfach vom Dach durchs Kabel ins Auto, zack, fittig. Also und ja, ich brauche auch eine Infrastruktur, nämlich Solarzellen und einen Wechselrichter und eine Wallbox, aber so. Und es fällt jeden Tag so viel Strom vom Himmel, dass wir den gar nicht alles verbrauchen können. Das ist sonnig, das ist aber auch der Wind, der ja auch über die Sonne kommt, das sind die Gezeiten und so weiter und so weiter. Letztens hat mir ein Bekannter erzählt, der hat eine Wärmepumpe, eine Erdwärmepumpe und im Sommer pumpt der Wärme in den Boden. Also das erzählt er dann den Boden und der heizt dann im Sommer auf und dann nimmt er dann im Winter, also Langzeitspeicher. Das heißt, wir müssen den Strom nur speichern, wir dürfen ihn nicht wegschmeißen, genauso wie ich nicht will, dass mein Strom ins Netz eingespeist wird, weil ich nur 8 Cent dafür kriege, aber 22, 30 Cent bezahle, wenn ich ein Hole, also will ich ihn lieber selber verbrauchen, weil dann habe ich nämlich gespart. Und wenn ich könnte, würde ich den ganzen Strom nicht für 8 Cent ins Netz verkaufen, sondern in eine Batterie speichern, die auf meinem Grundstück steht oder in meiner Stadt. Oder die den Strom von mir aus in Wasserstoff umwandelt oder in einem Pumpkraftwerk oder weiß der Geier irgendwas. Es ist genug Energie da und weil es dezentral ist und weil sie vom Himmel fällt, kann da kein Putin, kein Trump, kein Xi Jinping, da kann einfach niemand kommen und uns das wegnehmen. Und das kriegst du auch schlecht kaputt gebombt, weil es einfach so viele einzelne Stationen sind statt Kraftwerke.
SPEAKER_00Ja, du musst doch nicht irgendeine Raffinerie angreifen. Die Photovoltaik ist so dezentral. Und das ist ein wichtiger Punkt angesprochen, die Batterien nicht einfach nur lokal, sondern sich auch immer organisieren. Und gerade in der Schweiz ist es jetzt super einfach geworden, mehrere Häuser in ein ganzes Quartier zusammenzufassen und auch mal da zu sagen, hey, lasst uns nicht jeder irgendwo eine eigene Batterienkeller stellen, lasst uns das zusammen machen, dann haben wir eine Infrastruktur, die stellen wir dann irgendwo zusammen auf. Und dann profitieren wir alle davon. Klar, das braucht auch Support, das braucht Leute, die wissen, wie man damit umgeht. Aber wir reden hier auch nicht einfach von einem einjährigen Projekt, das dann wieder eingestampft wird. Das Zeug hebt ja dann auch lang. Und gerade bei den Batterien wissen wir ja mittlerweile, dass die E-Auto-Batterien deutlich länger halten, wie man das anfangs angenommen hat. And the Batterien, die man in ein Haus stellt, or die man als Zwischenspeicher benutzt, die können noch viel länger leben, weil die noch viel mehr geschont werden. Das ist ja ein richtiges Wohlfühlprogramm, was die Batterie. Batterien da abbekommen. Also ist eigentlich ein völliger No-Brainer, dahin zu gehen.
SPEAKER_01Und da muss man sich vielleicht auch nochmal bewusst machen, also jetzt habe ich dich unterbrochen, aber da muss man sich, glaube ich, nochmal bewusst machen, dass diese Batterietechnik ja erst seit wenigen Jahren überhaupt diesen Entwicklungsschub hat. Wenn man sich mal vorstellt, dass der Verbrennermotor, der ja damals, jetzt kommt so ein bisschen gefährliches Halbwissen, sich auch nur aus Kapitalinteressen gegen den damals ja schon vorhandenen Elektromotor durchgesetzt hat, wie lange man diesen Verbrennermotor optimiert hat und wie war jetzt nochmal der Begriff hypereffizient oder sowas, ne? Also der supereffiziente Verbrenner, wie viel gute deutsche Ingenieursleister da drin steckt, ja. Was wäre denn jetzt, wenn man das mal in, wenn man sich mal vorstellt, diese Entwicklung in die Batterien, ja, und ich meine, du kannst es ja verfolgen, du kriegst es ja mit, dann gibt es ja hier wieder eine neue, hier Festkörperbatterie, Luft-Eisenbatterie, was weiß, in die alles, ja, tausend Batterien mit und ohne Rohstoffe und weiß ich nicht, der nächste Heiz, dann nutzt das Haus als Batterien, da gibt es immer tausend Sachen und manches ist in der Forschung und manches wird doch nicht funktionieren, aber im Grunde ist doch da jetzt ein Innovationsfeld aufgebaut worden, wo so viel passiert, wo nicht alles funktioniert, aber wo sich die Dinge so schnell weiterentwickeln, dass man eigentlich wirklich davon ausgehen kann, dass das sich, und das verstärkt sich ja auch noch exponentiell, dass das einfach alles andere vom Markt fegen wird. Selbst der Trump kann, kriegt es nicht gebacken, Photovoltaik in Amerika irgendwie platt zu machen, weil es einfach die Leute meinen trotzdem selbst Texas, ja.
SPEAKER_00Ja, da habe ich gerade so zwei, drei Inputs dazu. Also das eine, eben, Batterietechnologie entwickelt sich so rasant schnell, dass die Studien über die Effizienz von Batterien oder die Rohstoffe, die verbraucht werden in Batterien, noch nicht mehr publiziert sind und die nächste Generation schon draußen ist. Und wir sind so am Anfang noch von der ganzen Entwicklung. Und dann gehen wir auf der anderen Seite, der Verbrennungsmotor hat über 100 Jahre Entwicklung hinter sich und ist trotzdem nur 30% maximal, wo er wirklich in den Vortrieb bringt und der Rest geht einfach in Wärme raus. Also dieser hocheffiziente Verbrennungsmotor, der ist also da nicht so viel besser geworden in den 100 Jahren. Und jetzt geht uns mal noch 100 Jahre Batterieforschung. Da passiert dann also noch richtig, richtig viel. Und wir sind ja heute schon in den Batterien auch weiter, wie man vor ein paar Jahren gesagt hat, was physikalisch möglich wäre. Und dann hat man einfach mal andere Materialien genommen und hat gesagt, okay, jetzt haben wir eine andere Voraussetzung und jetzt ist die Physik halt wieder auf unserer Seite. Also da wird extrem viel passieren. Und dann einen ganz kurzen Info, der muss ich loswerden, zum Verbrennungsmotor, warum man sich durchgesetzt hat. Also ich bin nicht hundertprozentig sicher, aber da haben sicher auch ganz viele andere Faktoren mitgespielt, aber schuld war der Elektromotor. Weil die Verbrennungsmotoren, die mussten wir am Anfang immer ankurbeln. Und das war unheimlich mühsam. Und da zu der Zeit waren die Elektroautos eigentlich noch recht beliebt, weil man hat sich einfach reingesetzt und es gefahren hat nicht schmutzig, nicht kurbeln, nicht schwierig. Und dann kam der Anlassermotor und hat das Kurbeln abgenommen. Und da hat der Elektromotor eigentlich dem Verbrennungsmotor zum Durchbruch verholfen.
SPEAKER_01Okay, ja gut, das kann natürlich sein.
SPEAKER_00Ja, ich benutze das immer in irgendwelchen, oder hab das benutzt in meinen Vorträgen, wenn ich über Elektromobilität gesprochen habe. Wie übrigens auch der Spruch vom letzten Kaiser, der Wilhelm II. oder so, wo er gesagt hat, ich glaube nicht an das Auto, ich setze auf das Pferd.
SPEAKER_01Ja, gut. Das ist ja dann, äh, da gibt es ja dann den Mythos, des Henry Fords Zitat, wenn man die Leute gefragt hätte, was sie wollten, dann hätten sie gesagt, schnellere Pferde und eben nicht das Auto. Also manchmal musste dann den Leuten einfach zeigen, was geht, ja. Das iPhone ist auch so ein Ding. Also ein Telefon ohne Tasten, also nur mit so Bildschirmen, wie soll ich denn da mit meinen dicken Fingern und so? Oder auf gar keinen Fall will ich sowas kaufen. Dann gab es dann mal so ein, zwei, hat nicht funktioniert, dann kam Apple, hat es richtig gemacht und bums, ja, fertig ist der Dank. Und ja, also deswegen, das ist eigentlich unaufhaltsam. Das ist auch das, was mich hoffnungsfroh stimmt für unsere Welt. Wir bremsen uns gerade selbst aus, wir bremsen auch unsere Wirtschaft aus. Also die Deindustrialisierung, die findet aus meiner Sicht, die viel zitierte Deindustrialisierung, die findet aus meiner Sicht statt, indem man zu lange auf das Alte setzt, bis es dann halt irgendwann nicht mehr gebraucht wird und die neuen Technologien dann den Chinesen oder sonst wem überlässt, anstatt sich selber damit zu befassen. Und ja, also auch in Europa gibt es Innovation und es gibt auch viele Dinge, die gut sind, aber es könnte halt deutlich mehr sein. Es könnte politisch und auch in der gesellschaftlichen Kommunikation, auch in dem, was man in den Medien liest, ganz anders und schlauer geframed werden. Also Wirtschaft wird stark, indem man auf die Zukunft setzt und nicht auf die Vergangenheit, auf das. Das haben wir immer schon so gemacht. Und auch gerade bei den Batterien, da gehört man, ja, aber das Lithium und das gibt es doch gar nicht irgendwo. Dann kann man sagen, ja, da kannst du den Kreislaufe bringen und so weiter. Und die Entwicklung ist so schnell, dass ich mein erstes E-Auto, das war ein Diesing-Fahrzeug, das war auch ganz bewusst ein Diesing-Fahrzeug, nur auf zwei Jahre geleased habe, weil ich mir gedacht habe, ich kaufe doch jetzt nichts. In zwei Jahren ist die Entwicklung schon so viel weiter. Und das ist sie auch. Also das Nachfolgemodell habe ich jetzt nicht genommen, aber das hätte eine kleinere Batterie gehabt und größere Reichweite und schnelleres Laden. Innerhalb von zwei Jahren. Und jetzt habe ich eins, was ein bisschen fortschrittlicher ist, das hält jetzt vielleicht vier Jahre und trotzdem, Batterie kann danach weiterverwendet werden. Recycling ist möglich. Bidirektionales Laden, vielleicht ist mein Auto, ja, demnächst auch hier mein Batteriespeicher oder die Autos hier in der Straße oder die Autos, die gar nicht mehr in der Straße stehen, weil sie nämlich in einem Parkhaus stehen, wo nicht drei Carsharing-Autos stehen, sondern 500 und jeder hat im Umkreis von 500 Metern so ein Parkhaus und kann da hingehen, kann sich ein Auto holen, so und dann müssen mir die Grünen auch keinen Parkplatz mehr wegnehmen, sondern dann kann ich mir hier unten eine Straße machen, wo mein Kind auf der Straße spielen kann, wo es nicht stinkt, wo es grün ist, wo es im Sommer kühl ist. Und da muss man sich mal vorstellen, was wäre denn, wenn wir das schon hätten? Also wenn wir das schon hätten, wir hätten diese Vision, die ich jetzt gerade habe, so eine meiner Visionen, es gibt über Carsharing in diesen Parkhäusern und die Städte sind grün, und dann kommt einer und sagt, wir sägen die Bäume ab, wir machen das Parkhaus zu, stellen jedem ein eigenes Auto vor die Tür, was den ganzen Tag rumsteht, 90 Prozent der Zeit, und was außerdem laut ist, stinkt, alles vergiftet und überhaupt keinen Spaß macht zu fahren.
SPEAKER_00Und du musst noch zahlen.
SPEAKER_01Ja, und es ist teuer. Und außerdem musst Geld investieren und weiß ich nicht, ein Ölscheich und das ganze Geld kriegt außerdem noch der ganze Ölscheich da unten. Irgendwer dahin ist dann so ein Ausländer am Ende noch. Am Ende kriegt es noch einen Ausländer. Und dann, was glaubst du denn, was da die Bild-Zeitung schreiben würde? Oder selbst die NZZ.
SPEAKER_00Also das ist da können wir alle nur sagen, geht's dir noch, bist du noch ganz sauber.
SPEAKER_01Ja, genau. Das sind halt dann, warum ist es jetzt so, wie es ist? Also ich weiß nicht, ob du Marco Wikling kennst und so ein Känguru.
SPEAKER_00Du nimmst mir jetzt gerade so mein Schlussspruch weg. Oh, Entschuldigung, dann bitte. Nein, nein, nein, nein. Schal's raus. Alles bitte. Nee, nee, nee. Wir sind ja auch noch nicht ganz am Ende. Also wir können den ruhig bringen. Das ist ja schön. Ich war mir nur nicht sicher, ob du, ja, ich war mir fast sicher, dass du ihn auch kennst. Hätte den DIP, äh, ne, den DIT eingeführt in seinem letzten Buch jetzt, den Digital Independence Day. Oder den Dud auf Deutsch Digitalen Unabhängigkeitstag. Und den wollte ich gerne noch mit reinspringen, weil ich das auch wirklich gern verbreiten so ein bisschen. Halte ich mich selbst dran, also mindestens einmal in the month, darüber nach Gedanken machen. Nicht oben komplett upstell. And I have WhatsApp wegzukommen. Sorry, when many have is that recht schwierig. The last chats in the school, Sportfinder, and they laufen einfach darüber. You can't lose. And when then halt jemand me contacted will and hold Streamer had or Signal had, and then Oh, they had a signal, then sind wir schon mal zwei Leute in der Kommunikation weg von den anderen Plattformen. And I think that kostet niemanden was. Die Apps sind gratis, das kostet nichts. Und ja, macht das.
SPEAKER_01Also, da bin ich auch wirklich großer Fan. Ich glaube DI.day, Digital Independence Day, da sind dann Wechselrezepte, findet man da, wo man wirklich ganz einfach wechseln kann von einem Dienst auf einen anderen. Ich habe mir zum Beispiel in meinem WhatsApp-Account, den ich auch aus Gründen, die du gerade genannt hast, auch habe. Da ist mein Profilbild, ist mein Signal QR-Code und mein Profiltext, meine Bio ist, ich bin auf Signal, er hätte mich hier. Und dann glaube ich, habe ich sogar den Link dabei. Wenn mir einer auf WhatsApp schreibt, antworte ich auf Signal und so. Und das sind so Kleinigkeiten, wo man auch so ein bisschen den kleinen Alltagsaktivismus machen kann. Jetzt, ich habe lange gebraucht, um PayPal loszuwerden. Jetzt habe ich PayPal, weil jetzt meine, ihr habt jetzt die Bank gewechselt, die unterstützt dann jetzt Vero. Habt jetzt aber wiederum auch nicht jeder, aber im Grunde merkt man, es geht doch und es ist gar nicht so schwer. Es ist ganz schön. Und ja, also das Digital Independence Day ist ganz cool. Und ich halte es da mit einem etwas älteren Zitat von Obama, better is good. Man muss nicht von heute auf morgen komplett perfekt sein. Du musst nicht von jetzt auf gleich alles machen. Jetzt ist es so ganz Transformationsbegleiter, ist es ja auch so, dass du baust ein Zielbild auf, so könnte das aussehen und dann setze ich mich erstmal hin und denke, boah, ey, das wäre schon wie nicht, alles viel zu viel, ja. Und wie soll das denn? Und ja, aber, ja, aber komm mal, geht nicht, weil. So, und dann macht man aber hier, schneidet man es im kleinen Häppchen, Babysteps und dann funktioniert das. Und damit schlägt man denen dann ein Schnippchen. Den Leuten, die meinen, sie könnten uns hier bestimmen, wie wir denken sollen. Und da lassen wir uns doch nicht hier von denen da ins Box anjagen, sondern wir machen das jetzt ohne die.
SPEAKER_00Ja, und das Tolle ist, die meisten von den Apps sind ja dann auch noch im Datenschutz recht gut dabei. Und Datenschutz ist nicht auch wieder so ein grünes Ding, wo irgendwo einer um die Ecke kommt und sagt, hier, du darfst nicht und sonst wie. Nee, du darfst. Und es kann niemand mitlesen. Das heißt immer schön, bei WhatsApp das zweite Häkchen heißt, die NSA hat den Beitrag auch gelesen. Also das ist ja WhatsApp ist. Er wurde archiviert und interpretiert.
SPEAKER_01Also da kann man sicherlich auch tiefer einsteigen. Jetzt ist ja WhatsApp auch Ende zu Ende verschlüsselt und gleichzeitig gibt es Backdoors wahrscheinlich, die irgendwo drin sind. Und auch da muss man natürlich, da bist du mit Open Source natürlich nochmal so ein bisschen ein bisschen besser bedient. Aber ja, du wirst dadurch natürlich komplett erpressbar und das wollen wir nicht mehr.
SPEAKER_00Ja, und das kann man so richtig schön auch ausleben. Du hast vorhin einen wichtigen Punkt gesagt, den muss man auch nochmal erwähnen. Nur weil ein Server in der EU steht, ist er nicht zwingend datenschutzkonform. Weil eben, wenn der Server einem US-Unternehmen gehört, dann fliegt man da raus. Und das habe ich jetzt gerade, weil ich das auch in einer Beratung vor kurzem hatte, weil die gesagt haben, ja, aber Copilot ist ja, ein Server steht sogar in der Schweiz, glaube ich, und damit ist der ja safe und damit können wir ja hochladen, was wir wollen. Die bedeuten, nein, das gehört Microsoft. Microsoft ist ein US-Unternehmen. Und wenn der Herr in dem Weißen Haus sagt, er will die Daten, dann rücken die die Daten raus. Und erzähle ich.
SPEAKER_01Ja, und deswegen, also mit hier, die Plattform, an der wir arbeiten, die ist auch gehostet in der Schweiz. Jetzt sage ich mal den Namen des Providers nicht. Er sitzt in Genf und gehört den Mitarbeitern.
SPEAKER_00Okay, es gibt ganz coole Sachen in der Schweiz. Ich nenne jetzt einen, wo ich sehr großen Respekt, Infomaniac, wo ich habe.
SPEAKER_01Jetzt hast du es gesagt.
SPEAKER_00Jetzt habe ich es gesagt, ja. Aber nein, darf man auch sagen, der Gründer hat nämlich einen sehr coolen Schritt gemacht, wo er einfach gesagt hat, er macht eine Stiftung draus, weil nur damit kann er sicherstellen, dass selbst er nicht mehr Zugriff hat auf den Zweck des Ganzen und das nicht korrupieren kann. Und da größten Respekt davor und ich glaube, in die Richtung müssen wir mehr kommen. Das wäre cool. Ganz genau.
SPEAKER_01So, also wir sind bei Infomaniac und genau auch aus dem Grund, dass die Art des Eigentums, also Verantwortungseigentum, das Unternehmen gehört sich selbst. In Deutschland soll es ja jetzt bald diese Rechtsform geben, Gesellschaft mit gebundenem Vermögen, wer weiß, ob sie jemals kommt. Ansonsten wird das über solche Stiftungsmodelle gemacht. Und das ist auch eine Form von Souveränität. Wenn das Unternehmen sich selbst und den Mitarbeitenden gehört, dann bedeutet das, da kann keine Heuschrecke kommen, kann das Ding eben, die Heuschrecke kommt, kauft das Ding und was will sie? Kapitalakkkumulation, also mehr Geld raushauen für die Shareholder, was Teil des Umverteilungsprozesses von unten nach oben ist und dann Leute entstehen, die plötzlich Billionär sind. Und das ist in solchen Eigentumsstrukturen nicht mehr möglich. Und das bedeutet, dass Unternehmen das tun, wofür sie eigentlich da sind, also ihren Zweck behalten können. Und natürlich erfolgreich wirtschaften, natürlich Gehälter zahlen, natürlich Gewinne machen, ist doch klar, aber eben in einem Bereich, der noch normal ist. Also wo man der eben nicht dazu führt, dass pure Kapitalinteressen eigentlich, und da sind wir wieder beim Känguru Kapitalinteressen, das ist es, worum es geht, dass Shareholder anonymster Art dafür sorgen, dass in einer Firma Mitarbeitende entlassen werden, obwohl das Produkt funktioniert, obwohl das Geschäftsmodell funktioniert, aber es geht eben billiger und deswegen wird das ausgelagert oder es wird irgendwas zugemacht, um Geld irgendwo hinzuverteilen. Und da gehört eben auch das Verantwortungseigentum, was ein Prinzip vom regenerativen Wirtschaften ist. Also Unternehmen, die regenerativwirtschaften, sind idealerweise in einem Verantwortungseigentum oder Genossenschaft oder sowas und sind eben dann nicht kaufbar von sowas. Und das macht uns stark, das macht uns cool, es ist schlau, niemand kann mehr reinreden. Und das sind so diese Werte sind mir wichtig und deswegen sind wir mit unserem Plattform auch dann dort bei Informania co-hostet. Und das ist auch wieder ein, das ist ein Ökosystem, ja. Also es geht schon darum, ein Ökosystem aufzubauen, indem man miteinander die Dinger aufbaut. Es gibt keine regenerative Unternehmen, es gibt auch keine circular, but it's a circular economy and it's a regenerative economy, where man this other art to work and to live, miteinander in Austausch, im Netzwerk zum Leben erweckt and grosser and stärker and resilienter macht. And this is schlau. This is im großen so. This is out here mit meinem E-Auto und meinem Dach und meiner Wärmepumpe. Das sind auch drei Elemente, die zusammen ziemlich viele Vorteile erzeugen. Mehr als ein Element davon. Gemeinsam.
SPEAKER_00Ich habe mir jetzt gerade so meinen Schlusssatz überlegt, weil wir sind so am Ende angekommen. Es war eine unheimlich spannende Folge mit dir. Ich bin mir sicher, dass die, die uns zuhören, da uns total verzeihen, dass wir hier ab und zu mal auch vom eigentlichen Thema E-Mobility weggekommen sind. Weil es hängt halt doch sehr viel zusammen und es gäbe noch ganz viele Zusammenhänge, die wir da aufführen könnten, vom autonomen Fahren über whatever. Aber ich möchte eigentlich einen Aufruf loswerden und zwar heute mal nicht, gebt mir fünf Sterne auf meiner auf einer der Plattformen. Das dürft ihr natürlich trotzdem. Sondern ladet euch Signal runter, ladet euch Streamer runter oder ladet euch Blue Sky runter, irgendeine von diesen Apps. Einfach dass ihr sie mal habt. Meldet euch drauf an und schaut mal, ob nicht irgendjemand euch auf einmal auf dieser App kontaktiert. Oder schaut mal, wer alles das sonst noch hat, wenn ihr darauf schreiben könntet. Und habt ein unheimlich gutes Gefühl, wenn ihr darüber eine Nachricht bekommt, weil die hat ganz sicher niemand mitgelesen. Das fühlt sich gut an. Und wenn ihr dann wieder mal überlegt, ob nicht doch ein E-Auto, dann sagt einfach nicht, ja die Grünen wollen es so, sondern sagt einfach, ich bin noch nicht blöd und überweise mein Geld irgendwo in irgendwelche Schlockenstaaten. Und habt ein gutes Gefühl dabei. Dürft ihr haben. Jan, ganz herzlichen Dank, dass du da warst. Und ich habe noch ganz viele Themen, die wir jetzt nachher mit dem Mikro ausmachen. Oder den Stoppknopf drücken. Die ganzen Infos kommen natürlich in die Shownotes. Und danke, dass du da warst. Gibt es ganz viel Erfolg mit eurer Plattform. Und euch allen bis nächste Woche Donnerstag wieder. Tschüss zusammen.
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